Private Festhalle an der Baarstraße?

Der Blick von der Baarstraße: Im hinteren Bereich befindet sich die leer stehende Lagerhalle. Ein Privatmann hat Interesse bekundet, in diesem Gebäude eine Veranstaltungsstätte betreiben zu wollen.
Der Blick von der Baarstraße: Im hinteren Bereich befindet sich die leer stehende Lagerhalle. Ein Privatmann hat Interesse bekundet, in diesem Gebäude eine Veranstaltungsstätte betreiben zu wollen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Planungsausschuss soll sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Bebauungsplan „Weingarten“ beschäftigen.

Iserlohn..  Noch ist es zwar nur eine Nachfrage bei der Bauverwaltung, die aber, so bestätigt Baudezernent Mike Janke, ist „zumindest so konkret, dass wir uns nicht nur intern damit befassen, sondern nun den Planungsausschuss beteiligen werden“. Und somit werden sich die Politiker in der Sitzung des Gremiums am Donnerstag, 29. Januar, unter Tagesordnungspunkt 6 mit dem Bebauungsplan „Weingarten“ beschäftigen, weil ein Privatmann im Dezember bei der Verwaltung sein Interesse daran bekundet hat, eine der leer stehenden Lagerhallen in dem an der Baarstraße gelegenen Plangebiet, in der früher die Erich Nolte GmbH ein Getränkelager unterhielt, zur Veranstaltungsstätte für Hochzeiten, Geburtstage und andere Festivitäten umzuwidmen und damit eine Nutzung anstrebt, die vom bestehenden Planungsrecht nicht abgedeckt wird.

Verwaltung hält den Standort für geeignet

Das nämlich sieht für die insgesamt 4,4 Hektar große Fläche den Ausschluss von „innenstadtschädlichen“ Einzelhandels- und Gewerbebetrieben sowie - mit Ausnahme von Diskotheken - Vergnügungsstätten vor. Grundsätzlich jedoch, so die Einschätzung der Verwaltung, sei das Gebiet für den Betrieb einer Veranstaltungshalle aufgrund seiner Lage und der günstigen verkehrlichen Erschließung durchaus geeignet, zumal auch nicht mit negativen städtebaulichen Auswirkungen zu rechnen sei. Vor diesem Hintergrund schlägt die Bauverwaltung dem Ausschuss vor, den planungsrechtlichen Weg frei zu machen und den Betrieb von Festhallen in den Nutzungskatalog des Bebauungsplans aufzunehmen.

Baudezernent Janke betont indes, dass mit einer positiven Entscheidung der Politiker nicht automatisch auch die Genehmigung einer Halle an dem Standort einhergehe. „Ob sich ein solches Vorhaben dann tatsächlich realisieren lässt, muss im weiteren Verfahren überprüft werden“, erklärt Janke im Gespräch mit unserer Zeitung, dass von einem potenziellen Betreiber beispielsweise nachgewiesen werden müsste, dass die Anwohner in Bereich der östlich der Baarstraße gelegenen Häuser nicht durch Immissionen beeinträchtigt werden.