Potpourri der schönen Melodien

Farbenprächtig und pompös: Die Neujahrsgalaim Parktheater bot in Kurzform einen vielfältigen Einblick in die Welt der Operette.
Farbenprächtig und pompös: Die Neujahrsgalaim Parktheater bot in Kurzform einen vielfältigen Einblick in die Welt der Operette.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Neujahrsgala mit buntem Operetten-Mix im Parktheater begeistert die Zuschauer

Iserlohn. Prickelnd wie ein Glas Champagner und schillernd wie ein Feuerwerk war die Neujahrsgala am Mittwoch im Parktheater. Bevor sich der Vorhang für ein Potpourri der schönsten Melodien aus der Welt der Operette hob, zündeten Theaterchef „JoJo“ Jostmann und ein Mitarbeiter von Parktheater-Team rechts und links des Zuschauerraums je eine Konfetti-Bombe und ließen Goldflitter über das Publikum regnen.

„Prosit, Neujahr“, wünschte Jostmann den Zuschauern. „Mit dem glitzernden Goldpapier möchte ich Sie mitnehmen in die Welt von Johann Strauss, denn zu seinem Werk ,Unter Donner und Blitz’ passen bestens Konfetti und das auf der großen Leinwand gezeigte Feuerwerk.“ Jostmann ermunterte das Publikum auch im neuen Jahr dem Parktheater die Treue zu halten, denn eine Studie aus England habe bewiesen, dass Menschen, die regelmäßig kulturelle Veranstaltungen besuchten, seltener krank seien.

Welt der Operette komprimiert in zwei Stunden

Mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ eröffnete das „Prague Festival Orchestra“ unter der Leitung von Martin Doubravský den Abend. Das Publikum war eingeladen, am Hof von „Fürst von Hohenlohe“ die letzte Nacht des Jahres zu verbringen. Ein Abend, an dem das Publikum die ganze Welt der Operette komprimiert auf zwei Stunden genießen durfte. Wunderbare Stimmen von Oldřich Kříž (Bariton), Magda Vítková (Sopran), Lucie Juránková (Sopran) und Josef Moravec (Tenor), das Johann-Strauss-Ballett Prag, ein pompöses Bühnenbild und farbenprächtige Kostüme.

Dazu weltbekannte Melodien aus den Operetten „Die Fledermaus“, „Eine Nacht in Venedig“, „Der Zigeunerbaron“, „Der Vogelhändler“, „Der Bettelstudent“ und „The Mikado“.

Es ist schon erstaunlich, dass sich all diese musikalischen Mosaiksteinchen aus unterschiedlichen Operetten in der Neujahrsgala wieder zu einem Ganzen zusammenfügen, so als wäre es ein eigenständiges Werk. Es war ein wunderbarer Abend, um sich zu amüsieren und positiv auf das junge Jahr zu blicken.

Geschmälert wurde der Abend nur durch zwei kleine Vorkommnisse. Beim Beginn der Vorstellung störten die Lichtreflexe der an der Decke angestrahlten Discokugel das Feuerwerk auf der Leinwand. Unpassend war auch der Einfall, den „Radetzkymarsch“ am Ende mit ein- und ausgeschaltetem Saallicht zu begleitet. Das war pure Effekthascherei, was den Gesamteindruck etwas schmälerte.