Portal bringt Schüler und Firmen zusammen

Ein MVG-Bus wirbt für die Kampagne  „Karriere startet in der Achten" von Projektpartnern des Kreises aus Wirtschaft, Handwerk und dem regionalen Bildungsbüro und der kommunalen Koordinierung von Übergang Schule-Beruf.
Ein MVG-Bus wirbt für die Kampagne „Karriere startet in der Achten" von Projektpartnern des Kreises aus Wirtschaft, Handwerk und dem regionalen Bildungsbüro und der kommunalen Koordinierung von Übergang Schule-Beruf.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Märkische Kreis wirbt mit Partnern aus Wirtschaft und Handwerk einem Bus für ein neues Angebot, das den Berufseinstieg erleichtern soll: für die Berufsfelderkundung von Schülern der achten Klasse.

Iserlohn..  „Karriere startet in der Achten!“ So lautet der Titel einer gemeinsamen Kampagne des Märkischen Arbeitgeberverbandes, der Südwestfälischen Handelsklammer zu Hagen, des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit Iserlohn, der Märkischen Verkehrsgesellschaft und des Märkischen Kreises. Damit werben die Projektpartner kreisweit auf einem MVG-Bus für mehr Partner und jugendliche Teilnehmer bei der Berufsfelderkundung im Märkischen Kreis.

Landrat Thomas Gemke dankte den Projektpartnern, die mit der Kampagne der heimischen Wirtschaft, Industrie und Verwaltungen helfen, Nachwuchs zu akquirieren. „Kein Abschluss ohne Anschluss ist das Motto des neuen Übergangssystems Schule-Beruf, mit der frühzeitig Fachkräfte in der Region gewonnen werden sollen. Zudem beugt man dadurch späteren Ausbildungs- und Studienabbrüchen vor.

Ausbildungsbetriebe stellen häufig fest, dass Jugendliche zu wenig über Berufe wissen oder dass ihre Vorstellungen stark von der Realität abweichen. Neben dem bewährten Schülerbetriebspraktikum vermitteln jetzt Berufsfelderkundungen den Jugendlichen erste Einblicke in die Berufswelt. Ausgehend von der Potenzialanalyse erhalten die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, bereits in der achten Klasse an drei Tagen unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Dadurch können erste Kontakte geknüpft werden.

Der Kreis stellt auf der Internetseite www.berufsfelderkundung-mk.de das kostenlose Buchungsportal zur Verfügung, auf dem sich die Unternehmen darstellen und ihre Plätze einstellen können. Die Schüler wiederum können das Angebot sichten und dort direkt buchen.

Bis zum 23. Juni nehmen 2250 Schüler aus 24 Schulen daran teil. Bisher gibt es 3994 Berufsfelderkundungen in Betrieben, wie Michael Herget vom Regionalen Bildungsbüro der Kommunalen Koordinierung des Übergangs Schule-Beruf des Kreises erklärte.

„Jeder zweite Arbeitsplatz im Märkischen Kreis ist im verarbeitenden Gewerbe“, weiß Werner Sülberg vom Märkischen Arbeitgeberverband. „Wenn wir das so halten wollen, müssen wir zeigen, dass dort große Chancen bestehen.“ Er wünscht sich einen Imagewandel weg von der Blaumann-Mentalität mit solchen Berufsfelderkundungen. Sülberg warnte vor einer weiteren Akademisierung: „Natürlich brauchen wir Fachkräfte, aber auch Indianer.“ Dirk Jedan von der Kreishandwerkerschaft erhofft sich mehr Interessenten für die betriebliche Ausbildung: „Auf 100 Ausbildungssuchende kommen 103 Ausbildungsplätze.“ Die Unternehmen müssten früher auf die Jugendlichen zugehen und diese müssten verstärkt umdenken. Neben den Schülern solle die Werbekampagne auch Eltern erreichen. Sie gelte es auch, bei der Berufsorientierung mitzunehmen.