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Friedensfestival

Pogo, Punks und Politik beim Friedensfestival

06.07.2013 | 11:41 Uhr
Pogo, Punks und Politik beim Friedensfestival
Auch politische Themen gab es zum Auftakt: Hier nahm das FriedensPlenum in Eröffnungssketch die Windkraftgegner aufs Korn.Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Seit 23 Jahren zieht das FriedensPlenum am Freitag die Punks aus der Region mit harter Musik an

„Die best organisierten Chaoten von Iserlohn haben wieder zugeschlagen“, ließ Frank Nietsche vom FriedensPlenum gestern beim Start ins Friedensfestival wissen. Die Freude darüber, dass es jedes Jahr tatsächlich wieder klappt mit diesem Friedensfest, stand den Mitgliedern des FriedensPlenums ins Gesicht geschrieben. Zumal sie selbst in Wirklichkeit längst das Stadium der Chaoten hinter sich gelassen haben und – wie so viel andere Organisationen auch – den Mangel an (chaotischem) Nachwuchs beklagen.

Zaches & Zinnober: Traumduo in Sachen Kinderlieder

Viele der Plenums-Aktiven sind inzwischen selbst Mutter oder Vater, was sich auch auf das Programm auswirkt. Morgen zum Beispiel ist mit „Zaches & Zinnober“ ein Traum-Duo in Sachen Kinderlieder zu Gast, das zur familienfreundlich gewählten Nach-Schützenzugs-Zeit um 16.45 Uhr durchaus weitere Kreise anziehen könnte als das Friedensfest-Stammpublikum.

Gestern Abend – und das ist gute Tradition beim Festival – gab es aber wie beim allerersten Mal vor 23 Jahren mit voller Härte was auf die Mütze: Mit „Fail“ (Punkrock aus Menden), „Fat Belly“ (Punkrock aus Hannover), „Nitro Injekzia“ (Punkrock aus Berlin) und „Torian“ (Power-Metal aus Ostwestfalen) holten vier Bands zur Eröffnung zum „pogotauglichen Rundumschlag“ aus. Das Wetter spielte hervorragend mit, und siehe da: Der chaotische Nachwuchs füllte das Festival-Gelände an der Bauernkirche, um die Springerstiefel zu schwingen und den Irokesen-Schnitt zu schütteln. Punk ist eben eine Haltung, die nicht auszusterben scheint, ganz gleich wie schwer das Plenum es hat, chaotischen Nachwuchs für die Festival-Organisation zu finden.

„Das Friedensfest ist eine politische Veranstaltung“, stellte Plenums-Mitglied Detlev Paul überdies direkt zu Beginn klar. „Umfairteilung“ heißt das übergeordnete Motto in Zeiten, da laut Festivalzeitung aus der Bankenkrise eine Staatsschuldenkrise wurde, die die Bevölkerung ganz Südeuropas ausbeute. Das Plenum hat aber für die Festtage natürlich auch verstärkt Iserlohner Themen aufbereitet. So auch beim Eröffnungs-Sketch, in dem ein Häuslebauer, der lieber neben einem Atomkraftwerk als neben einer Windkraftanlage leben möchte, in die Irrenanstalt eingeliefert wird.

Ralf Tiemann

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Pogo, Punks und Politik beim Friedensfestival
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Iserlohn