Pause, bis ein Investor da ist?
22.09.2011 | 16:45 Uhr 2011-09-22T16:45:28+0200Iserlohn. Die CDU ist am Mittwoch im Planungsausschuss mit ihrem Ansinnen gescheitert, die Verwaltung in Sachen Neugestaltung der Alexanderhöhe mit einer Vertiefung verschiedener Themenkomplexe zu beauftragen. Ein entsprechender Antrag fand keine Mehrheit.
Wunsch der Christdemokraten war es beispielsweise, dass die Verwaltung im Zuge eines möglichen Neubaus einer Veranstaltungshalle weitere Überlegungen zu den Komplexen Gestaltung Außen- und Parkanlagen, Lösung der Stellplatzprobleme, barrierefreie Erschließung oder mögliche Wohnbauflächenentwicklungen anstellen solle. SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Janke wandte dagegen ein, dass der jetzige Verfahrensstand nicht das „Startsignal für viel Verwaltungsarbeit“ sein könne. Erst wenn man einen Investor für den Bau einer neuen Halle gefunden habe, sei es an der Zeit, den Entwurf zu verfeinern und auch weitere Planungen zur Gestaltung der Umgebung der Halle vorzunehmen. Generell forderte Janke, eine Investorensuche ausschließlich auf Basis des Siegerentwurfes von Schultes Frank zu betreiben und diesen auch nicht aufzuweichen. Janke lehnte es ab, über mögliche Wohnbebauung zu „schwadronieren“, das führe möglicherweise zu einer neuen Lärmproblematik. Das Angebot von Jörg Teckhaus (CDU), letzteren Punkt auszuklammern, konnte den CDU-Antrag nicht mehr retten.
So fand am Ende ein Antrag von Werner Politowski (Freie Wähler) die Mehrheit, der letztlich nicht viel mehr als die „Reiseerlaubnis“ zur Münchner „Expo Real“-Messe beinhaltete, wo die Verwaltung bekanntlich mit den Alexanderhöhen-Plänen auf Investorensuche gehen möchte. Das das so sein soll, war aber eigentlich eh nie in Frage gestellt worden.
Baudezernent Olaf Pestl deutete derweil an, dass er durchaus nicht unglücklich gewesen wäre, wenn der CDU-Antrag eine Mehrheit gefunden hätte. Denn aus seiner Sicht könne es bei der Investorensuche durchaus hilfreich sein, wenn schon jetzt weitere Dinge wie etwa die Stellplatzproblematik vertieft würden. Der „Expo Real“-Besuch sei möglicherweise nur ein „erstes anpieksen des Marktes“, dem dann eine Investorenausschreibung folgen müsse. Und spätestens dann müssten auf derzeit noch offene Fragen auch erste Antworten vorliegen.
Jörg Teckhaus betonte für die CDU, dass es eine gute Entscheidung gewesen sei, die Umgestaltung der Alexanderhöhe mit einem Wettbewerb anzuschieben. Teckhaus betonte, dass auch die CDU den Siegerentwurf als Basis für den weiteren Weg sehe. Mit dem Antrag habe die CDU aufzeigen wollen, was bislang zu kurz gekommen sei. Und der Christdemokrat blieb dabei, dass man sich damit bereits jetzt beschäftigen müsse, um Investoren entsprechende Lösungen anbieten zu können.
Baudezernent Pestl räumte ein, dass der Wettbewerb in Sachen Gestaltung der Außenanlagen oder der Stellplatzproblematik eher „zurückhaltend“ verlaufen sei. Pestl betonte aber zugleich, dass der Wettbewerb insgesamt gute Ideen und gute Lösungen geliefert habe. Man befinde sich im Stadium eines „Vor-Vor-Entwurfes“, da könne man letztlich auch noch keine Detail-Lösungen verlangen und es gebe auch noch ausreichend Spielraum für Änderungen.
Harald Eufinger (Grüne) forderte derweil, dass ein möglicher Investor auch nachweisen müsse, das Objekt zu 100 Prozent refinanzieren und wirtschaftlich betreiben zu können. Detlef Köpfe (FDP) wollte wissen, ob von den Preisträgern in den Bereichen, wo die Arbeit nur zur Hälfte gemacht worden sei, nicht eine „Nachlieferung“ gefordert werden könne. Ein Vertreter des den Wettbewerb betreuenden Büros Plan-Lokal erklärte derweil, dass alle Preisträger die Forderung, die Stellplätze vom jetzigen Standort in den nördlichen Bereich zu verlagern, erfüllt hätten.
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