Pankratius-Forum als Ort des Dialogs

Auf der Dachterrasse freuen sich Diakon Friedrich Bucher, der den Bau technisch begleitet hat, Pfarrer Johannes Hammer, Architekt Georg Bathe und Kirchenvorstand Manfred Kirchhoff (v.l.) über das neue Forum..
Auf der Dachterrasse freuen sich Diakon Friedrich Bucher, der den Bau technisch begleitet hat, Pfarrer Johannes Hammer, Architekt Georg Bathe und Kirchenvorstand Manfred Kirchhoff (v.l.) über das neue Forum..
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das neue Pfarrheim an der Aloysius-Kirche wird am Pankratius-Tag eingeweiht.

Iserlohn..  Aus dem Saal dringt ohrenbetäubende Musik – die Tontechnik mit Mikrofonanlage und allem drum und dran funktioniert also offensichtlich schon. Auch die Nase verrät, dass neben der Aloysius-Kirche keine Baustelle mehr ist, sondern dass hier gerade der Fußboden aus kleinen Buchenstäbchen verklebt wurde. Das neue Pfarrheim am Hohler Weg ist aber nicht nur fertig, es hat auch einen Namen: Am Sonntag, 10. Mai, soll das neue „Forum St. Pankratius“ im Rahmen der Feierlichkeiten zum diesjährigen Pankratius-Tag offiziell eingeweiht werden.

Der Name geht auf den heiligen Pankratius zurück, dem Patron Iserlohns und Namensgeber der ersten Iserlohner Kirche, der heutigen Bauernkirche. Im Zuge der derzeitigen Umbrüche der Kirche und der Zusammenlegung der Iserlohner Gemeinden zu einem pastoralen Raum mit dem Zentrum in St. Aloysius hat die Besinnung auf Pankratius wieder an Bedeutung gewonnen.

Das zeigt sich eben an dem Pankratius-Tag, einer Art Katholikenfest für ganz Iserlohn. Das zeige sich aber auch, so Pfarrer Hammer bei der gestrigen Begehung des neuen Gebäudes, an den Überlieferungen zum Leben des Heiligen, der ebenfalls in Zeiten großer Umbrüche gelebt hat, der ein Fremder in Rom war und der für seinen Glauben eingestanden ist. Und Forum soll es heißen, so Hammer, weil es wie ein Forum in der Antike oder heute im Internet ein Ort des Dialogs, des Meinungsaustausches und der Begegnung sein soll.

Offenheit und Flexibilitätin der Nutzung

Solche Überlegungen finden sich auch in der Architektur des neuen Forums wieder – entworfen von Georg Bathe aus Dortmund. Große Fensterfronten sollen das Leben im Haus sichtbar machen und Offenheit demonstrieren, ein zentraler Platz soll eine Verbindung schaffen zwischen Kirche, Pfarrhaus, Pfarrbüro und Forum. Und das Innenleben mit einem großen Veranstaltungssaal und Gruppen- und Seminarräumen, die durch Trennwände teilbar sind, soll ein Höchstmaß an Flexibilität in der Nutzung gewähren. Mit Blick auf die Herausarbeitung verschiedener inhaltlicher Schwerpunkte in den unterschiedlichen Gemeinden des pastoralen Raums Iserlohn soll das neue Forum ausdrücklich kein Pfarrheim für die Aloysius-Gemeinde, sondern ein Haus der Begegnung für alle Menschen des Pastoralverbundes sein und in besonderem Maße der Ökumene und der interreligiösen Zusammenarbeit dienen – bestens geeignet für größere, zentrale Veranstaltungen.

Gleichzeitig bekommt Dekanatskantor Christopher Brauckmann hier sein Büro und die Möglichkeit, junge Organisten auszubilden, mit Chören zu proben oder Kammerkonzerte zu geben. Der Saal fasst rund 200 Zuhörer – alles in edler, natürlicher Optik mit Holz auf dem Fußboden und weißem Feinputz an den Wänden sowie angenehmer Beleuchtung von einer Lichtdecke im Saal und großflächigen Deckenleuchten in den anderen Räumen.

Erstmals genutzt wird der Saal am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr, wenn der Kirchenkabarettist Dieter Fender zum Auftakt des Pankratius-Tages die Entwicklung des Pastoralverbundes auf seine eigene Weise unter die Lupe nimmt. Am Sonntag, 10. Mai, wird das Forum nach dem Festgottesdienst um 10 Uhr mit Domprobst Joachim Göbel eingeweiht. Ein Festkonzert um 17 Uhr rundet den Pankratius-Tag ab.