Opfer war erst neun Jahre alt
04.02.2010 | 16:49 Uhr 2010-02-04T16:49:00+0100Iserlohn. Wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs seiner minderjährigen Cousine Mitte der 90er Jahre muss sich seit Donnerstag ein 29-jähriger Iserlohner vor dem Amtsgericht verantworten.
Der Angeklagte, der seit Donnerstag wegen sexuellen Missbrauchs seiner Cousine vor dem Jugendschöffengericht steht, ist für die Justiz längst kein Unbekannter. Er wurde bereits wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, räuberischer Erpressung sowie weiterer Delikte angeklagt und verurteilt. Eine einjährige Haftstrafe hat er bereits verbüßt.
Seit 2002 steht dem Arbeitslosen eine gesetzliche Betreuerin zur Seite. Zwischenzeitlich war er in verschiedenen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Auf die Frage, warum er diese Tätigkeit nicht fortgesetzt habe, erklärte der Angeklagte: „Ich habe keine Lust mehr gehabt. Aber ich will das wieder in Angriff nehmen, es wäre wohl besser.” Der Vater einer einjährigen Tochter und eines siebenjährigen Sohnes lebt von den Kindern und deren Müttern getrennt.
Vorgeworfen werden dem heute 29-Jährigen mehrere Fälle zum Teil schweren sexuellen Missbrauchs. Zwischen 1995 und 1998 soll er seine Cousine, Jahrgang 1984, mehrfach und auf brutalste Weise zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Mal im Elternhaus der Cousine, mal bei Großeltern und im eigenen Elternhaus vergewaltigte der Jugendliche laut Anklage das Mädchen. Wehrte sie sich gegen seine Handlungen, soll er sie zu Boden gestoßen, getreten und geschlagen haben. Unter anderem ist in der Anklage auch von Details wie dem Einführen einer Glasflasche die Rede.
Warum das Opfer die Taten erst jetzt zur Anzeige brachte, wird sie als Zeugin wohl bei der Prozess-Fortsetzung am 9. Februar erklären. Dann wird auch ein Gutachter zu seiner Einschätzung gehört.
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