Opfer schwieg zu Vorwürfen
27.08.2007 | 01:39 Uhr 2007-08-27T01:39:57+0200Iserlohn/Hagen. (cofi) Keines Blickes würdigte gestern ein 47-jähriger Polsterer seine Tochter, als die 28-Jährige als Zeugin vor der 1. Großen Strafkammer des Hagener Landgerichtes erschien. Laut Anklage soll er sie wiederholt sexuell missbraucht und ve
Die Blicke des Angeklagten in Richtung Staatsanwältin, Nebenklagevertreterin und Gutachterin wirken äußerst provokativ. Staatsanwältin Föhring wirft ihm sexuellen Missbrauch seiner schutzbefohlenenen Tochter in fünf Fällen sowie eine Vergewaltigung vor. Die Taten sollen in der Zeit zwischen 1994 bis 2003 in der elterlichen Wohnung und in seiner Polsterei in Iserlohn passiert sein.
Sie reichen von Zungenküssen, Grabschereien, beischlafähnlichen Bewegungen bis zum erzwungenen Geschlechtsverkehr mit der sich wehrenden Tochter. Dass derartige sexuelle Übergriffe erst viele Jahre später ans Tageslicht kommen, ist für die Gutachterin nichts Ungewöhnliches. Vielfach würden sie aus Scham verdrängt, sagte sie gegenüber unserer Zeitung.
Das Opfer machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Deshalb verspricht sich das Gericht in dem auf sechs Verhandlungstage angesetzten Prozess auch viel von den Aussagen des Lebensgefährten, der heute gehört werden soll.
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