Norderweiterung für Rombrock

Die Fläche für die Erweiterung des Industriegebiets liegt hinter der Firma Kirchhoff-Witte.
Die Fläche für die Erweiterung des Industriegebiets liegt hinter der Firma Kirchhoff-Witte.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Stadt plant die Erweiterung des Industriegebietes Rombrock. 6,3 Hektar Fläche sollen zusätzlich für die An- und Umsiedlung von Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Iserlohn..  Das Industriegebiet Sümmern-Rombrock soll in nördliche Richtung im Bereich hinter der am Hegestück gelegenen Firma Kirchhoff-Witte erweitert werden. In seiner Sitzung am Mittwoch soll der Planungsausschuss den Baubeschluss für die Erweiterung fassen, deren Kosten auf rund 2,5 Millionen Euro kalkuliert werden. 6,3 Hektar umfasst die Erweiterungsfläche, die aufgrund ihres Abstandes zur Wohnbebauung für nahezu jede industrielle Ansiedlung zur Verfügung stehen könnte, demzufolge auch sogenanntes „störendes Gewerbe“.

Größter Kostenblock ist die „Geländemodellierung“

Mit dem Beschluss des Ausschusses, der am 23. Juni noch vom Rat bestätigt werden muss, würde zugleich grünes Licht gegeben für die kurzfristige Erschließung des Areals. Hierzu soll eine 635 Meter lange Straße in das Gebiet gebaut werden, an deren Ende ein Wendekreis errichtet werden soll. Kostenpunkt: 840 000 Euro. Um die Norderweiterung des Industriegebiets zu realisieren, sind zudem Kanalbauten erforderlich. Einen wesentlichen Teil der Kosten verschlingt derweil die so genannte „Geländemodellierung“ mit 1,4 Millionen Euro, denn um die Grundstücke in einen topographisch vermarktbaren Zustand zu bringen, müssen rund 50 000 Kubikmeter felsiger Boden abgetragen werden.

Mit den zusätzlichen Flächen in Rombrock werde die Kommune zumindest kurzfristig Luft bei der Standortpolitik gewinnen, erklärt Baudezernent Mike Janke im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir bieten Flächen zwischen 6000 und 12 000 Quadratmetern an, insgesamt stehen nach unseren aktuellen Planungen sechs Grundstücke zur Verfügung“, hebt Janke hervor, dass Verwaltung und Politik angesichts des relativ geringen Flächenpotenzials der Norderweiterung weiterhin eine aktive Gewerbeflächenentwicklung betreiben müsse. Dabei, so Janke, sei es von Bedeutung, nicht nur neue Grundstücke zur Firmenan- und umsiedlung bereit zu stellen, sondern eingesessenen Betrieben – soweit bau- und planungsrechtlich möglich – Entwicklungsmöglichkeiten an ihren angestammten Standorten zu geben, wie es etwa bei der Firma Schlüter in der Iserlohnerheide gelungen sei.