Neues Pfarrheim am Hohler Weg
08.06.2010 | 16:24 Uhr 2010-06-08T16:24:00+0200
Iserlohn.„Wir wollten uns inspirieren lassen und eine kreative Lösung haben“, begründete Pfarrer Johannes Hammer die Entscheidung, die Planungen für ein neues Pfarrheim für die St.-Aloysius-Kirche über einen Architekten-Wettbewerb anzustoßen
Ein mutiger Weg, wie er sagte, aber auch ein Glücksfall, wie Thomas Sebralla hinzufügte, der den Wettbewerb für die Gemeinde ausgeführt hat: „So haben wir eine wirklich sehr gute Gesamtlösung für die Umgestaltung gefunden.
Denn die Umgestaltung bezieht sich nicht nur auf das neue Pfarrheim. Wie bereits berichtet möchte die Gemeinde das Haus der Begegnung an der Aloysius-Straße abreißen und stattdessen ein neues Pfarrheim in einem deutlich kleineren Gebäude auf dem jetzigen Kirchparkplatz am Hohler Weg bauen – dort, wo derzeit die drei Garagen der ehemaligen Vikarie stehen. Der Neubau einer kompakten Lösung an dieser Stelle sei deutlich wirtschaftlicher als die aufwändige Sanierung des viel zu großen HdBs, erklärte Hammer gestern erneut. So war auch die Neugestaltung des ganzen Areals rund um die Aloysius-Kirche Bestandteil der Architekten-Ausschreibung.
Vor rund vier Monaten wurde der Wettbewerb mit einem Kolloquium und einer Begehung für die sieben Architekturbüros, die teilgenommen haben, eröffnet. Am vergangenen Mittwoch hat das Preisgericht in einem anonymisierten Verfahren eine Entscheidung getroffen. Einstimmig hat sich das Preisgericht, an dem neben Pfarrer Hammer und Klaus Christophery seitens der Gemeinde auch Vertreter der Stadt und des Bistums sowie unabhängige Architekten teilgenommen haben, für den Entwurf des Architektur-Büros Bathe und Reber in Dortmund ausgesprochen. Für die Außengestaltung hatte das Architekturbüro zusätzlich die Landschaftsarchitektin Rebekka Jung hinzugezogen.
Dieser Entwurf, den die beiden Architekten Eva Reber und Georg Bathe gestern erläuterten, sieht als Neubau auf dem Parkplatz ein dreigeteiltes Gebäude vor, das über eine zum Hohler Weg gläsern geöffnete und zweigeschossige Senioren-Begegnungsstätte, ein eingeschossiges Foyer mit Dachterrasse in der Mitte und einen etwa 180 Quadratmeter großen, quadratischen und teilbaren Gemeindesaal verfügt. Der Saal wiederum öffnet sich optisch zu einem großen Gemeindeplatz zwischen Kirche, dem Pfarrhaus und dem neuen Pfarrheim. Sowohl die Gestaltung des Platzes als auch des neuen Gebäudes soll die Optik der bestehenden Objekte aufnehmen. Das Pfarrheim soll also trotz moderner Formgebung die Klinkerfassade – teilweise gelöchert – der Kirche und des Pfarrhauses aufnehmen, der Gemeindeplatz wird den jetzigen Pfarrgarten ersetzen und die städtisch-steinerne Gestaltung mit hohem Baumbestand des Kirchplatzes fortführen. Das jetzige Pfarrhaus mit Eingang zum Kirchplatz wird weiterhin das Gemeindebüro beherbergen, die ehemalige Vikarie am Hohler Weg wird umgenutzt und zukünftig ebenfalls Büro- und Konferenzräume für die Verwaltung des Pastoralverbundes beinhalten. Die Gestaltung des hinteren Grundstücks der Kirche, wo derzeit noch das HdB steht, sieht einen großen Parkplatz mit neuer Wegeführung und zwei neuen Zugängen zum neuen Radweg vor.
Der zeitliche Ablauf richtet sich zunächst nach den anstehenden Detailplanungen, die ebenfalls mit dem Generalvikariat in Paderborn abgestimmt werden müssen und erfahrungsgemäß längere Zeit in Anspruch nehmen. „Mein Wunsch ist es aber, im kommenden Jahr loszulegen“, erhofft Pfarrer Hammer einen raschen Start. Bei einer Bauzeit von mindestens einem Jahr ist mit dem Abriss des HdB, der erst nach Fertigstellung des Neubaus durchgeführt werden soll, frühestens im Jahr 2012 zu rechnen.
17:39
Die Kirche muss ja viel Knete haben das sie ein neues Pfarrheim bauen kann ..........