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Neues Konzept für Altkleider-Sammlungen

26.02.2014 | 11:53 Uhr
Neues Konzept für Altkleider-Sammlungen
Auf Sichtweite befinden sich im Wohngebiet gleich zwei Altkleider-Container. Der orangene Behälter an der Lewin-Salomon-Straße ist vom Kolpingwerk, an der Bertha-von-Suttner-Straße (im Hintergrund) befindet sich der Behälter eines gewerblichen Sammlers.Foto: Josef Wronski

Iserlohn.   Logo kennzeichnet Container im Märkischen Kreis. Wildwuchs gewerbsmäßiger Sammler beenden.

Mit einem neuen Logo wollen der Märkische Kreis und die Stadt Iserlohn genehmigte Altkleider-Container kennzeichnen, damit die Bürgerinnen und Bürger mit einem guten Gewissen ihre nicht mehr benötigten Kleidungsstücke und Schuhe entsorgen können. „Diese Sammlung ist garantiert für einen guten Zweck!“ steht auf den Aufklebern.

Bei der Bürgermeister-Konferenz im Dezember in Balve haben sich die Bürgermeister des Märkischen Kreises auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt, um erstens damit den Wohlfahrtsverbänden eine kleine Einnahmequelle zu ermöglichen, aber auch, um dem immer stärker zunehmenden Wildwuchs von gewerbsmäßigen und illegalen Altkleider-Sammlungen und -Containern Einhalt gebieten zu können.

„Lange Zeit gab es bei der Altkleidersammlung überhaupt keine Probleme“, erzählt Dirk Lachmuth von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Iserlohn im Gespräch mit der Heimatzeitung. Damals gab es 40 genehmigte Standorte im Iserlohner Stadtgebiet. Als „Betreiber“ waren die Johanniter, das DRK und die Malteser aktiv, zumeist in der Nähe von Altglas- und Grün-Containern. Doch, so Lachmuth, damals konnte man mit Alttextilien kein Geld verdienen.

Zum Problem wurde die Altkleidersammlung erst ab etwa 2008 und 2009. In dieser Zeit sind die Preise hoch gegangen, etwa 500 Euro gibt es aktuell für eine Tonne Altkleider. Das war dann auch für gewerbsmäßige und illegale Altkleidersammler zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden. Darunter, das weiß Lachmuth aus Erfahrung, waren auch zahlreiche unseriöse Unternehmen. Eigentlich muss jeder, der einen Altkleider-Container aufstellt, eine Sondernutzungserlaubnis beantragen. Diese nicht zu erteilen, war lange Zeit aus abfallrechtlicher Sicht kaum möglich. Aber die gewerblichen Sammler halten sich oft auch nicht an Recht und Gesetz, da fehlt auf den Sammelbehältern dann auch eine Kontakt-Telefonnummer oder eine Kontakt-Adresse. „Wer dann seine Container auf privatem Grund, oft auf dem Gelände von Wohnungsbaugesellschaften, illegal abstellt“, so Lachmuth, „ist kaum zu fassen“. Die Grundstückseigentümer haben dann ein echtes Problem, diese Container wieder los zu werden. Sie müssen die Behältnisse abtransportieren lassen, sichern, um sie gegebenenfalls wieder an den Eigentümer zurück geben zu können. Das alles kostet Geld und Mühen.

105 genehmigte Standorte

„Nur wenn es ein eigenes Sammelsystem gibt, kann man gegenüber gewerblichen Sammlern Nein sagen“, weiß Dirk Lachmuth. Das sei auch die Idee hinter der Initiative des Märkischen Kreises. Damit will man auch dem Wildwuchs entgegentreten. Zukünftig soll es 105 genehmigte Standorte geben, als neue Wohlfahrtsverbände kommen dann die Kolpingsfamilien Iserlohn, Letmathe und Sümmern hinzu, ebenso die Caritas und das Friedensdorf International. „Was dort gesammelt wird, da können die Bürger sicher sein“, verspricht Lachmuth, „wird schadlos und ordnungsgemäß entsorgt“. Dafür sorgt ein Dienstleister. Ein Teil des Erlöses fließt natürlich den Wohlfahrtsverbänden für ihre soziale Arbeit zu. Daher Lachmuths Rat, sollten die Bürger Alttextilien nur in Containern mit Logo Altkleider entsorgen.

Ulrich Steden

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Neues Konzept für Altkleider-Sammlungen
Neues Konzept für Altkleider-Sammlungen
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2014-02-26 11:53
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