Musikalischer Start in 2011
09.01.2011 | 17:32 Uhr 2011-01-09T17:32:00+0100
Iserlohn.Ein wahres Operetten- und Walzerfeuerwerk erlebten die Besucher beim Neujahrskonzert am Freitagabend im ausverkauften Parktheater.
Nachdem das Parktheater-Team symbolisch Raketen an die Leinwand gezaubert hatte, fanden sich die Zuschauer wieder in einer Szenerie aus längst vergangenen Zeiten. Eine „feine Gesellschaft“ - bestehend aus dem Musiktheater Prag, dem Prague Festival Orchestra und dem Johann-Strauss-Ballett Prag - hatte sich auf der Bühne versammelt. Musiker, Tänzer und die Solisten Peggy Steiner (Sopran), Rebekka Reister (Sopran), Thomas Andersson (Tenor) und Oldrich Kríz (Bariton) zündeten unter der Leitung von Klaus Linkel dann ein wahres Feuerwerk von Operetten- und Walzer“-Hits.
Ein nicht besonders aufwendiges, aber dafür umso effektvolleres Bühnenbild - verschiedene Bilder wie das eines glitzernden Spinnennetzes oder venezianischer Säulen wurden auf der Leinwand sichtbar - schuf die zauberhafte Atmosphäre, die die wechselnden Kostüme der Akteure zusätzlich unterstrichen. Doch bevor sämtliche Theatergäste das Ganze genießen konnten, spielte die Technik verrückt. Weil es einen Defekt an einer Stromleitung gegeben hatte, blieben die Notlichter unter dem Balkon an, strahlten auf die darunter Sitzenden. Auszuschalten war die Beleuchtung nicht, denn im Gefahrenfall sollen schließlich alle Besucher heil aus dem Saal gelangen. Der schnell herbeigerufene Haustechniker Ulrich Sczimarowski konnte das Problem jedoch noch vor Beginn der Pause beheben, so dass dem ungetrübten Konzertgenuss für alle nichts mehr im Weg stehen konnte.
Fast 30 Arien, Duette und weitere Stücke standen auf dem Programm des Neujahrskonzertes, das unter dem Titel „Wien bleibt Wien“ stand. Von der Ouvertüre aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß über das „Trinklied“ aus Karl Millöckers „Bettelstudent“ und „Barcarolle“ aus „Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach bis hin zum „Radetzkymarsch“ von Johann Strauß reichte das Repertoire. Von Stück zu Stück gerieten die Zuhörer mehr in Wallung: Klatschten sie anfangs „nur“, so machten sie ihre Begeisterung später auch durch Pfiffe und Rufe deutlich. Mitsummen konnten zahlreiche Parktheater-Besucher dann bei der Arie „Ach, ich hab’ sie ja nur an der Schulter geküsst“, ebenfalls aus Millöckers „Bettelstudent“.
Als selbst ernannter musikalischer Laie war Klaus Hamburger (48) ganz überrascht: „Ich bin meiner Frau zuliebe mitgekommen. Dass es ein so abwechslungsreicher Abend würde, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Besonders gefallen haben mir die Tänzer.“
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