Musikalische Reise um die Welt

Beim Neujahrskonzert am Sonntag in der Bauernkirche begeisterten gleich drei Musikformationen das Publikum. Dafür nahmen viele Besucher auch Stehplätze in Kauf.
Beim Neujahrskonzert am Sonntag in der Bauernkirche begeisterten gleich drei Musikformationen das Publikum. Dafür nahmen viele Besucher auch Stehplätze in Kauf.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Drangvolle Enge herrschte am Sonntag beim Neujahrskonzert in Bauernkirche. Viele Besucher nahmen auch mit Stehplätzen Vorlieb.

Iserlohn..  Drangvolle Enge herrschte am Sonntagabend beim Neujahrskonzert in der Bauernkirche. Bereits deutlich vor Beginn waren alle Sitzplätze belegt, und so mussten zahlreiche erwartungsvolle Besucher mit Stehplätzen, bis hinein in den Eingangsbereich, vorlieb nehmen. „Voller als jetzt war die Kirche wohl noch nie“, begrüßte daher auch Horst Fischer als Vorsitzender des Fördervereins Bauernkirche die Musikbegeisterten. „Es tut mir wirklich leid“, ergänzte Fischer dann noch nach den besten Wünschen für das Neue Jahr mit der Hoffnung „Auf dass wir uns alle im nächsten Jahr erneut zum Neujahrskonzert wieder sehen“.

„Musik aus den Highlands . . . und mehr!“

Für den musikalischen Teil unter dem Motto „Musik aus den Highlands . . . und mehr!“ waren gleich drei Formationen verantwortlich. Der Musikverein Iserlohn „Die Waldstädter“, die „1st Westphalian Combined Band“ und die „58th Scottish Volunteers“. Als Moderator führte Karl Heinz Wiencko, musikalischer Leiter der „1st Westphalian Combined Band“ und Kreisfachleiter für Blasorchester beim Volksmusikerbund, gekonnt durch das Programm, das einer kleinen musikalischen Reise durch die Welt nahe kam. Seine erklärenden Worte zu den einzelnen Musikstücken halfen sehr, die dargebotenen Titel besser einordnen zu können. Denn auch wenn es mit einem schmissigen Marsch losging, wer sich jedoch nur auf schottische Musik gefreut hatte, der erlebte eine überaus positive Überraschung, wie vielfältig das Repertoire der drei Musik-Formationen war.

Wiencko erläuterte dann auch gleich das noch sehr junge Projekt der „1st Westphalian Combined Band“, die klassische Pipe & Drum-Formationen mit „normalen Musikkapellen“ zusammenführt. Der dadurch gewonnene Klangkörper mit starken Bläsergruppen füllte die Bauernkirche bis hinein in den letzten Winkel. Das noch junge Projekt, das erst 2012 ins Leben gerufen wurde, überraschte mit seinem breit gefächerten Repertoire, das eine Reihe von traditionellen schottischen Musikstücken umfasst, aber auch Arrangements für Blasorchester und Pipe & Drums beinhaltet.

Dass die heimischen „58th Scottish Volunteers“ oft auch für echte Schotten gehalten werden, ist ein Kompliment an ihre Authentizität, die sie auch bei diesem Neujahrskonzert wieder unter Beweis stellen konnten.

Im kommenden Jahr zwei Termine anbieten?

Der Gedanke, den Horst Fischer noch vor Beginn des Konzertes äußerte, ob man im nächsten Jahr nicht besser zwei Konzerte anbieten sollte, um den Besuchern entgegen zu kommen, sollte angesichts des riesigen Andrangs am Sonntag ernsthaft in Erwägung gezogen werden.