Musik als Ausdruck von grenzenloser Verbundenheit

Unter der Leitung von Jens Keienburg sind die „Outta Limits“ jetzt im Rahmen des „Wortzeit“-Gottesdienstes zum Thema Asyl in der Bauernkirche aufgetreten.
Unter der Leitung von Jens Keienburg sind die „Outta Limits“ jetzt im Rahmen des „Wortzeit“-Gottesdienstes zum Thema Asyl in der Bauernkirche aufgetreten.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die „Outta Limits“-Mitglieder leben ihre Werte auch jenseits der Musik und geben ein klares Bekenntnis pro Asyl ab.

Iserlohn..  Ohne Grenzen, ohne Einschränkungen – so ähnlich kann man den Namen „Outta Limits“ wohl übersetzen. Wer den Chor schon einmal im Konzert erlebt hat, der weiß, dass er diesen Namen nicht zufällig, sondern mit dem Brustton der Überzeugung trägt. Platz für Scheuklappen gibt es da nicht. Stattdessen lebt der Chor zwischen Barock und Rock von einer geradezu grenzenlosen musikalischen Vielfalt.

Allerdings macht diese Haltung nicht an der Grenze der Musik Halt, sondern sie durchweht den Chor auch auf andere Weise. Wer ihn kennt, dem dürfte ebenfalls nicht entgangen sein, dass es sich um einen ziemlich „sozialen Haufen“ handelt, wie Chorleiter Jens Keienburg es ausdrückt – und das nicht nur, weil viele Chormitglieder in sozialen Berufen unterwegs sind. Auch privat leben sie die Werte, die den Geist dieses Chores auch jenseits der Musik erfüllen: ein klares Bekenntnis für Offenheit und Vielfalt – und vor dem Hintergrund des steigenden Flüchtlingsstroms nach Deutschland und der aktuellen Diskussionen um Überfremdung auch ein klares Bekenntnis pro Asyl.

Zeichen gesetzt auch beim„Wortzeit“-Gottesdienst

Am vergangenen Sonntag haben die „Limits“ im „Wortzeit“-Gottesdienst in der Bauernkirche gesungen. „Asyl“ war das Thema, Pfarrer An­dres Michael Kuhn hatte mit dem Beauftragten für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Helge Hohmann, als Gastprediger einen thematischen Schwerpunkt gesetzt, und im Gottesdienst wurden auch die Mitglieder der neu gegründeten Flüchtlings-Netzwerks für ihre für Iserlohn so segensreiche Arbeit gesegnet. Und dabei haben die „Outta Limits“ eben nicht nur gesungen, sondern standen teilweise mit am Altar, um sich segnen zu lassen. Neben Jen Keienburg als Flüchtlingsberater der Diakonie sind mit Monika Jaschik sowie Claudia und Christian Eichhorn drei weitere Chormitglieder Teil des Flüchtlingsnetzwerks. „Unsere Musik ist Ausdruck menschlicher Verbundenheit über religiöse, konfessionelle, soziale, sprachliche, kulturelle und staatliche Grenzen hinweg. Als Chor, der die Abwechslung in der Musik schätzt, befürworten wir klar eine Gesellschaft, in der Unterschiedlichkeit kein Problem ist“, formuliert der Chor seine Haltung. Grenzen gibt es bei den „Limits“ eben nicht.