Mittelpunkt der Liedermacher-Szene

WDR-Moderator Matthias Bardong, Kulturbüro-Mitarbeiterin Patricia Benthien, Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann und Werner Geck vom Förderverein Parktheater freuen sich auf ein tolles Festival an vier Tagen im September.
WDR-Moderator Matthias Bardong, Kulturbüro-Mitarbeiterin Patricia Benthien, Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann und Werner Geck vom Förderverein Parktheater freuen sich auf ein tolles Festival an vier Tagen im September.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Stoppok, MiA, die „Lange Nacht der Poesie“: Die neunte Auflage des Wortklang-Festivals im September wirbt mit klangvollen Namen und spannenden Newcomern.

Iserlohn..  Das Parktheater auf der Alexanderhöhe wird vom 17. bis zum 20. September zum Mittelpunkt der Liedermacher-Szene Deutschlands. Bei der Neuauflage des vom Förderverein veranstalteten Wortklang-Festivals sind diesmal Größen wie Stoppok oder die Berliner Band MiA zu Gast. Ein Höhepunkt der Veranstaltung dürfte die „Lange Nacht der Poesie“ zum Abschluss am Sonntag werden.

Dass „Wortklang“ stattfinden kann, ist derweil keine Selbstverständlichkeit, wie Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann bei der Programmvorstellung berichtet. Da zum angestammten Termin im Mai Umbaumaßnahmen im Theater die Ausrichtung des Festivals unmöglich gemacht haben, musste das Kulturbüro eine Sondererlaubnis bei der Bezirksregierung für den Septembertermin einholen, um in den Genuss der Landesförderung in Höhe von rund 44 000 Euro zu gelangen. „Gut für Iserlohn“, meint Jostmann, der sich für die Künstlerauswahl für den neunten „Wortklang“ von Szenekenner und WDR-Moderator Matthias Bardong beraten ließ. „Wir haben in Köln eine Tasse Kaffee getrunken und ich habe Herrn Jostmann einige Telefonnummern gegeben. Dann hat er losgelegt und ein tolles Festival auf die Beine gestellt“, schwärmt Bardong, der selbst mit seinem Partner Black im Rahmen der „Langen Nacht der Poesie“ auftreten wird.

„MiA“ aus Berlin macht den Auftakt am Donnerstag

Den Auftakt macht die Berliner Band MiA am Donnerstag, 17. September. Die Rockformation mit Frontfrau Mieze Katz spielt im Rahmen der „Biste Mode“-Tour 2015 neue Songs zwischen Clubmusik, Schlager-Zitaten und NDW-Reminiszenzen. Dabei kopieren MiA nicht, sie machen dort weiter, wo andere vor dreißig Jahren aufgehört haben.

Stoppok, ein Musiker, der sich seit 30 Jahren weder von der Musikindustrie vereinnahmen, noch vor irgendeinen Karren spannen lässt und der seinen Weg jenseits aller Trends geht, ist am zweiten Festivaltag zu Gast. Seine Musik ist eine Mischung aus Folk, Rock, Rhythm & Blues und Country in Kombination mit einzigartigen deutschen Texten. Nach Iserlohn kommt er nicht alleine, sondern mit seinen „Artgenossen“. Unter dem Motto „Hör global – Tanz lokal“ stehen mit ihm die Singer-Songwriterin Katja Werker sowie Astrid North, Christina Lux, Martin Gallop und Sebel (18. September, 20 Uhr) auf der Bühne.

Ariane Müller und Julia Gámez Martin haben Suchtpotenzial (19. September, 18.30 Uhr). Das frisch mit dem Prix Pantheon 2015 ausgezeichnete Duo schreibt Lieder über die wirklich wichtigen Themen: Sex, Drugs, Rock n Roll... und Weltfrieden! Die Musikkabarettistinnen singen von Bauern und Brüsten, Gutmenschen und Penisneid und vielen anderen Lastern. Ihre Mission: die Menschheit vom Alko-Pop abhängig zu machen und letzten Endes Rockstar werden!

2015 nahm Alexa Feser mit den Liedern „Glück“ und „Das Gold von morgen“ am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015 „Unser Song für Österreich“ teil. Im Februar wurde sie in der Kategorie Künstlerin Rock/Pop national für den deutschen Musikpreis Echo nominiert. Eben also noch beim ESC-Vorentscheid, jetzt schon – mit ihrer Band - auf dem Weg nach Iserlohn. (19. September, 20 Uhr).

Im Frühjahr 2012 waren sie plötzlich da: Mit ihrer Single „You’re A Runner“ sendeten „Me And My Drummer“ ihr erstes Lebenszeichen - und das kam an. Zu sehen ist das Duo, das es schafft, immer unverkennbar und gleichzeitig extrem wandelbar zu klingen, in der Latenight-Vorstellung auf der Hinterbühne des Parktheaters (19. September, 22 Uhr).

Erwin Grosche, bekannt geworden durch Geschichten und Lieder für „Die Sendung mit der Maus“, erzählt bei „WortKlang Kids“ in seinem Programm „Pssst Kiste“ von verliebten Scheibenwischern, vom wütenden Tigerstuhl, vom lauten Gong, und warum der Löffel zu Löffel ins Löffelfach will (20. September, 15 Uhr).

Was Schriftsteller Manfred Hausin, die Stimme Niedersachsens, vor einem guten Vierteljahrhundert als lockeren Zusam-menschluss befreundeter Künstler ins Leben rief, ist zu einem festen Bestandteil der Kulturszene geworden. Wo immer die Compagnie Poesie, ein buntes Völkchen von Musikern, Puppenspielern, Poeten, Varietekünstlern, Kabarettisten und Schauspielern auftritt, hinterlässt sie bei der „Lange Nacht der Poesie“ ein begeistertes Publikum. In Iserlohn mit dabei sind Werner Lämmerhirt, Zauberer Matthias Wesslowski, der „Briefmacker“ Winfried Bornemann, Black und Bardong, Gitarrenpoet Carsten Langner, Wolfgang Grieger und die High Nees sowie Moderator Manfred Hausin. (20. September, 18 Uhr).

Kostenloser Workshop mit dem Gitarrenpoeten

Ergänzend dazu findet am Samstag, 19. September, von 10 bis 18 Uhr ein kostenloser Liedermacher-Workshop mit Gitarrenpoet Carsten Langner statt. Gesucht werden Musiker und Interessierte, die Gitarre spielen können und Lust haben, ein Gedicht zu vertonen. Wer sich traut, darf das Ergebnis bei der „Langen Nacht der Poesie“ präsentieren. Bewerbungen mit kurzer „künstlerischer“ Vita bitte an kulturbuero@iserlohn.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.