Mit Schirm, Charme und Elfentanz

In Kesbern treffen sich die Feierlustigen traditionell an Pfingsten, diesmal auf Einladung des Rauchclubs Blaue Wolke an und in der Partyscheune von Familie
In Kesbern treffen sich die Feierlustigen traditionell an Pfingsten, diesmal auf Einladung des Rauchclubs Blaue Wolke an und in der Partyscheune von Familie
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Magisches Wasser und Zauberwesen in Schlotterstellung: Am Pfingstmontag pilgerten die Iserlohner wieder zum Ballotsbrunnen. Anschließend wurde gefeiert.

Iserlohn..  Die ersten Schritte fallen noch schwer, um kurz vor 6 Uhr trudeln die ersten Iserlohner auf der Anhöhe am Ballotsbrunnen ein, es nieselt, tröpfelt, dröppelt, draußen herrscht Grau in Grau, keine optimalen Bedingungen für einen gelungenen Pfingstmontag. Oben am Brunnen verteilt der Hofstaat um das IBSV-Königspaar Anke Sölken und Wolfgang Barabo galant das Wasser, das der Sage nach lebensverlängernd wirkt.

Ob es das wirklich vermag, ist zwar zweifelhaft, dennoch klammern sich einige der bibbernden Iserlohner unter ihren Schirmen an die Pappbecher, als würde der Inhalt neue Lebenskräfte wecken. „An die Gewehre“, kommentiert ein tapferer Frühaufsteher.

Melancholische Klänge tröpfeln passend zum Wetter

Tapfer sind auch die zwölf Mädels von der „Ballett & Tanz Akademie“. Die befinden sich als Elfen luftig gewandet in Schlotterstellung, bis um 6.30 Uhr dann der erste von drei Auftritten am nahen Rupenteich ansteht. „Black Bird“ und „Claire de Lune“ ertönen, die Piano-Klänge vom Band tröpfeln melancholisch, die Iserlohner lugen unter Kapuzen und Regenschirmen hervor auf die Mädchen, die sich nach dem Auftritt eiligst ihre Jacken überwerfen.

Nach den Vorstellungen am Rupenteich dann ziehen die meisten Iserlohner weiter, um zu feiern. In Kesbern etwa ist man wie so oft bei Regen in die nahe Tennie-Scheune ausgewichen, wo der traditionelle Frühschoppen des Rauchclubs Blaue Wolke stattfindet. Im dörflichen Idyll, unter Beobachtung zweier Ponys auf der Weide nebenan, gibt es hier kalte und warme Getränke, Gegrilltes, frisches Brot aus dem Backhaus und auch Live-Musik. „Zum Glück kommen im Laufe des Tages die Wanderer her, trotz des Wetters“, lobt Torsten Kühnert, 2. Vorsitzender des Rauchclubs, das Stammpublikum.

Auch am Forsthaus Löhen wird am Montag auf Einladung des SGV früh gefeiert, ab 8 Uhr gibt es Frühstück, wenig später landen die ersten Würste auf dem Grill, die „Seven Street Syncopators“ liefern die musikalische Untermalung mit Dixieland-Jazz, erst auf der Bühne, später auch mitten im Publikum.

Den größten Andrang, wenn auch wetterbedingt nicht vergleichbar mit den Vorjahren, gibt es aber am Danzturm. Der versinkt den ganzen Tag lang in Nebel und Nieselregen, und so sind die Plätze unter den Sonnenschirmen dann auch als die wenigen trockenen Plätze am Ort heiß begehrt.

Um kurz vor 12 Uhr wird dann gar aus der Hüpfburg, die sich praktisch in ein Planschbecken verwandelt hatte, die Luft gelassen. Für etwas Gelegenheit zum Aufwärmen an diesem Pfingstmontag für Wasserfeste sorgen dann die „Hot Corn Gamblers“, „Big Beat Motors“ und die „Peewee Bluesgang“ mit Blues-, Jazz- und Rockmusik.