Mit reichlich „Rückenwind“ auf „Glückstour“

Erstmals im  Jahre 2009 machte die „Glückstour“ der Schornsteinfeger Station in Iserlohn, und zwar bei der Firma Assmann im Barendorfer Bruch, wo in diesem Jahr die „Jubiläumsfahrt“ startet.
Erstmals im Jahre 2009 machte die „Glückstour“ der Schornsteinfeger Station in Iserlohn, und zwar bei der Firma Assmann im Barendorfer Bruch, wo in diesem Jahr die „Jubiläumsfahrt“ startet.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Dreimal schon war Iserlohn Etappenziel bei der „Glückstour der Schornsteinfeger“: 2009, ‘11 und zuletzt vor zwei Jahren. Am 1. Juli nun startet die achttägige Hilfsaktion des Vereins „Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern“, bei der seit 2005 mehr als 1,2 Millionen Euro an Spenden eingesammelt wurden, erstmals hier. Und die rund 30 radelnden Glücksbringer sollen mit reichlich „Rückenwind“ auf ihre 1000 Kilometer lange Fahrt nach Dresden geschickt werden.

„Wir haben hier die einmalige Chance, in einer umfassenden Solidaritätsaktion zu beweisen, dass Iserlohn eine Stadt mit Herz ist“, wirbt Hans Dieter Assmann um Spenden und freut sich, Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens als Schirmherr gewonnen zu haben. Am Sitz von Assmanns Unternehmen im Barendorfer Bruch wird am 1. Juli der diesjährige Startschuss der „Glückstour“ fallen, denn der Versicherungsmakler, der die Schornsteinfeger seit Jahrzehnten beruflich begleitet, gehört zu den Unterstützern der ersten Stunde und hat sich dafür eingesetzt, dass die „Jubiläumsfahrt“ hier beginnt.

Die ganze Stadt soll bei der Aktion eingebunden werden

Gemeinsam mit der Schornsteinfeger-Innung für den Regierungsbezirk Arnsberg, die ja bekanntlich ihren Sitz im Industriegebiet Sümmern-Rombrock hat, und mit der ebenfalls dort beheimateten Firma rbr Messtechnik, die Abgasanalysegeräte unter anderem für Schornsteinfeger herstellt, möchte Assmann versuchen, die ganze Stadt in die Hilfsaktion einzubinden unter dem Motto „Iserlohn gegen den Kinderkrebs“. „Das ist doch ein guter gemeinsamer Nenner für alle Bürger der Stadt“, findet auch Bernhard Mertens, Obermeister und Geschäftsführer der Innung. „Hoffentlich teilen wir am Ende mit möglichst vielen Iserlohnern das gute Gefühl, akute Not gelindert und wichtige Hilfe geleistet zu haben.“

Und geholfen wird schon vor dem Start, denn bei der „Glückstour“ werden stets die im Vorjahr gesammelten Spenden auf den Etappen bis zum Ziel, dem Bundesverbandstag der Schornsteinfeger in Dresden, verteilt. Ein Teil der Rekordsumme von 150 000 Euro, die 2014 zusammenkamen, soll daher am Abend des 30. Juni an mindestens neun Vereine und Institutionen überreicht werden, wie der ehrenamtliche Tour-Organisator Ralf Heibrok erklärte. Darunter, so verriet der Schornsteinfegermeister aus Schloß Holte-Stukenbrock, seien unter anderem der ambulante Kinder- und Familienhospizdienst der Iserlohner Caritas „ZeitGeschenk“, der Elterntreff leukämie- und tumorerkrankter Kinder Dortmund sowie das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar.

„Unser Verein hilft auch sonst das ganze Jahr über, und zwar überall dort, wo beispielsweise Krankenkassen nicht oder nicht schnell genug helfen“, erklärt Heibrok. Oberstes Prinzip sei dabei, dass die auf der „Glückstour“ und bei sonstigen Aktionen eingesammelten und die auf dem Vereinskonto eingehenden Gelder stets zu 100 Prozent wieder ausgeschüttet werden. „Jeder Spenden-Cent fließt in die Hilfe für krebskranke Kinder. Darauf sind wir stolz.“