Mit Flugzeug in Wald gestürzt: Für Piloten kam Hilfe zu spät
26.08.2007 | 02:41 Uhr 2007-08-26T02:41:03+0200Sümmern. (ust) Zu einem tragischen tödlichen Unfall kam es am Sonntag um 10.50 Uhr am Flugplatz Sümmern.
Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte ein 79-jähriger Pilot seiner Maschine aus Unna über dem Flugplatz Sümmern-Trecklenkamp eine Platzrunde drehen wollen. Gleichzeitig wurde aber nach Zeugenaussagen ein Segelflugzeug per Seilwinde nach oben geschleppt. Der Pilot wurde nach Angaben von Rettungskräften noch gewarnt. Unklar ist, ob er deshalb am Ende des Platzes noch einmal durchgestartet ist. Seine Maschine verfing sich jedoch in der nach unten fallenden Schleppleine, der Motor setzte aus und die Maschine stürzte nahzu senkrecht in den angrenzenden Fichtenwald. Für die sofort alarmierten Rettungskräfte, die nur sechs Minuten nach der Alarmierung an der Unglücksstelle waren, bot sich ein Bild des Grauens. Die Maschine war völlig zerstört, der Pilot in seiner Kanzel eingeklemmt. Bei dem Aufprall wurde das Cockpit der Maschine, eine viersitzige Robin Remoqueur 400/180, völlig zerstört. Die Absturzstelle befand sich rund 200 Meter abseits des Halinger Weges in Höhe des Bauernhofes Drepper.
Um die Rettung einleiten zu können, musste das Flugzeug erst gegen einen weiteren Absturz gesichert werden, wie Einsatzleiter Mario Melzer berichtete. Rund 40 Minuten benötigten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, um den Verunglückten aus seiner Kabine zu befreien, wie Feuerwehr-Pressesprecher Ralf Schulte erläuterte. Zwischenzeitlich war der Rettungshubschrauber angefordert worden und auf dem Flugplatzgelände gelandet. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod des 79-Jährigen feststellen. Alle sofort eingeleiteten Reanimierungsversuche schlugen fehl. Der wartende Rettungshubschrauber musste unverrichteter Dinge wieder abfliegen.
Zahlreiche Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr waren den ganzen Vormittag über im Einsatz. Allein von der Berufsfeuerwehr waren zehn, von der Löschgruppe Sümmern 15 Einsatzkräfte vor Ort. Hinzu kamen zahlreiche Polizisten, die den Unglücksort weiträ?umig gegen schaulustige Spaziergänger und Radfahrer absperrten. Die Brandsicherheitswache wurde von der Löschgruppe Sümmern übernommen.
Ein Polizeihubschrauber wurde für Übersichtsaufnahmen des Unfallortes angefordert, wie Polizeisprecher Michael Bechatzek noch an der Unglücksstelle ausführte. Ein Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen erschien vor Ort ebenso wie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft Hagen. An dem Flugzeug entstand ein Sachschaden von rund 75 000 Euro.
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