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Arbeitsmarkt--Bericht

Mildes Wetter sorgt für rückläufige Arbeitslosenzahl

30.11.2011 | 16:44 Uhr
Mildes Wetter sorgt für rückläufige Arbeitslosenzahl

Iserlohn.(ust/rd) Ein gut gelaunter Michael Stechele, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Iserlohn, stellte gestern im Rahmen eines Pressegespräches die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt vor. Gut gelaunt war Stechele, denn „fast immer in diesem Jahr konnte ich gute Zahlen vermelden“.

So war es auch jetzt. 13 783 Personen suchen im November eine neue Beschäftigung, 0,2 Prozent weniger als im Oktober (- 23 Personen) und 16 Prozent weniger als im November 2010 (-2627 Personen). „Dass sich die Arbeitslosigkeit auch im November noch weiter reduziert, liegt mit am milden Winter. Im Vergleich zum November des Vorjahres lässt sich mit 16 Prozent ein deutlicher Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnen“, so Geschäftsführer Stechele. Er fährt fort: „Die Arbeitskräftenachfrage ist in diesem Monat wieder leicht angestiegen. 905 sozialversicherungspflichtig gemeldete Stellen konnte der Arbeitgeberservice im November aufnehmen.“

Diese positive Entwicklung am Arbeitsmarkt im Monat November erklärt sich hauptsächlich aus dem geringen Zugang aus Erwerbstätigkeit. „Abgänge aus Arbeitslosigkeit erfolgen überwiegend aus der Altersgruppe der unter 25-Jährigen“, erklärte Stechele. 1023 Personen unter 25 Jahre sind im Monat November beschäftigungslos, ein Fünftel weniger als im Vormonat.

„Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist ein Fünftel der unter 25-Jährigen dieser Altersgruppe weniger arbeitslos gemeldet“, erklärt Stechele. Nicht alle Personenkreise profitieren jedoch in diesem Monat vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bei den Arbeitslosen über 50 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit leicht an. Sie liegt um 0,3 Prozent bzw. 15 Personen über dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind dagegen 14,1 Prozent bzw. 738 Personen weniger in dieser Altersgruppe ohne Beschäftigung. Aktuell sind 4494 arbeitslos gemeldete Personen älter als 50 Jahre.

Auch bei den Menschen mit Schwerbehinderung ist eine Schwächung zum Vormonat erkennbar. Die Arbeitslosenquote (AQ), errechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, beträgt im Märkischen Kreis aktuell 6,1 Prozent. Sie liegt damit 0,1 Prozentpunkte unter der Quote des Vormonats und 1,2 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats. Die aktuelle Quote erreicht damit die Quote aus April 2008 (AQ: 6,1), dem Frühjahr vor Krisenbeginn.

Die Unterbeschäftigungsquote definiert die Größenordnung auf dem Arbeitsmarkt, mit der die Agentur für Arbeit Iserlohn sowie das Jobcenter Märkischer Kreis tatsächlich arbeiten.

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des SGB III gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Sie liegt im Märkischen Kreis im November bei 8,6 Prozent; im Vorjahr noch bei 10,1 Prozent. Sie sinkt im Vorjahresvergleich mit 1,5 Prozent Rückgang damit deutlich stärker als die Arbeitslosenquote (-1,2 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter Märkischer Kreis hat sich im November geringfügig um 10 (+ 0,1 Prozent) auf 10 059 Personen erhöht. „Der leichte Anstieg im November ist zwar nicht erfreulich, aber die gestiegene Zahl der Stellenmeldungen stimmt mich vorsichtig optimistisch. Ich hoffe, dass der für die Wintermonate zu erwartende Anstieg der Arbeitslosigkeit moderater ausfallen wird als in Vor-Jahren“, so Friedrich Hahne, Bereichsleiter Markt und Integration des Jobcenters Märkischer Kreis.

Ulrich Steden

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