Mehrfamilienhaus nach Gas-Alarm unbewohnbar

Kohlenmonoxid-Alarm war der Grund für den Feuerwehr-Einsatz gestern Abend an der Mendener Straße 130. Die Bewohner wurden evakuiert und konnten auch anschließend nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren.
Kohlenmonoxid-Alarm war der Grund für den Feuerwehr-Einsatz gestern Abend an der Mendener Straße 130. Die Bewohner wurden evakuiert und konnten auch anschließend nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren.
Foto: Michael May IKZ
Wegen einer starken Kohlenmonoxid-Konzentration mussten am Mittwochabend elf Personen aus einem Mehrfamilienhaus an der Mendener Straße evakuiert und ins Krankenhaus gebracht werden.

Iserlohn.. Gasalarm wurde der Feuerwehr gemeldet, als sie am Mittwoch gegen 20.45 Uhr an die Mendener Straße 130 gerufen wurde. Der Verdacht bestätigte sich schnell: „Wir haben eine starke Kohlenmonoxid-Konzentration festgestellt und vermuten, dass der Auslöser ein Defekt an der Pellet-Heizungsanlage ist“, erklärte Einsatzleiter Jürgen Noack der Heimatzeitung vor Ort. Die elf Personen, die sich beim Eintreffen der Feuerwehr in dem Haus aufhielten, wurden evakuiert.

Verwesungsgeruch machte die Bewohner stutzig

„Plötzlich begann es zu stinken“, schilderte eine Bewohnerin, die den Geruch aber nicht näher identifizieren konnte. Ein Mitbewohner war sich hingegen sicher: „Verwesungsgeruch lag in der Luft.“ Messungen in der Einheit ppm (Parts per Million) ergaben im Keller einen Kohlenmonoxid-Wert von 999, auf dem Dachboden wurden 60 ppm gemessen. Der CO-Normalwert betrage null, erklärte ein Feuerwehrmann. Immerhin: Bei einer weiteren Messung im Nachbarhaus schlugen die Messgeräte nicht an. Doch das wird die Bewohner des betroffenen Hauses wenig getröstet haben. „Die werden die Nacht woanders verbringen müssen, weil der Hauseigentümer zunächst eine Prüfung der Heizungsanlage veranlassen muss“, erklärte Noack.

Ein warmes Plätzchen hatten die Bewohner zunächst in dem schräg gegenüber vom Haus gelegenen Kiosk gefunden, während Feuerwehrleute unter Atemschutz das Gebäude näher untersuchten. Übereinstimmend berichteten die Hausbewohner, dass eine vergleichbare Situation schon vor etwa eineinhalb Monaten eingetreten wäre. Im weiteren Verlauf des Abends wurden die elf Personen zur Untersuchung ins evangelische Bethanien-Krankenhaus gebracht, einige von ihnen klagten über Übelkeit und Brechreiz. Andere wiederum wollten zunächst gar nicht die Tür öffnen, als die Feuerwehr Sturm klingelte. „Erst, als ich das Blaulicht gesehen habe, war klar, dass ich besser öffnen sollte“, berichtete ein Bewohner.