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Mehr Festival-Feeling beim „WortKlang“

04.04.2011 | 16:40 Uhr
Mehr Festival-Feeling beim „WortKlang“
Die Organisatoren, Unterstützer und Musikerfreuen sich gleichermaßen auf das „WortKlang“-Festival.

Iserlohn.„Ich will dich wieder in den Arm nehmen“, haben Jeroen Brüggemann und David Klatt von der Band „Stilfrei“ am Montag bei der Programm-Vorstellung des WortKlang-Festivals gesungen - könnte ein Liebeslied sein, könnte aber auch die ausdrückliche Absichtserklärung von Kulturbüro-Leiter Johannes-Josef Jostmann sein, der sein Publikum mit dem Liedermacher-Festival einmal mehr sehr fest drücken möchte.

Die breite programmatische Mischung, die vielen inhaltlichen Neuerungen hin zu mehr Niveau und die Verlegung des Festivals auf die Alexanderhöhe sollen jedenfalls den Wohlfühlfaktor und das Festivalflair beim „WortKlang“ deutlich steigern. Von Freitag, 27., bis Sonntag, 29. Mai, wird die Alexanderhöhe zum Festival-Gelände. Wie Jostmann erklärte, eröffnet dieser Ort mit der großen Parkanlage nicht nur neue Open-Air-Möglichkeiten, sondern mit seinen vielen unterschiedlichen Saalgrößen garantiert er auch ein Höchstmaß an Flexibilität. Wobei Jostmann den Wunsch hat, dass das Festival sich hier in den kommenden Jahren entwickeln kann und auch größere, unbestuhlte Konzerte in der Parkhalle ermöglicht.

Namen, die einen Umzug in die Parkhalle erfordern, stehen in diesem Jahr aber nicht auf dem Programm. Mit Hannes Wader, einer echten traditionellen Liedermacher-Größe, und der Sängerin Joy Denalane, die deutschsprachigen Soul der Extraklasse zelebriert, sind aber dennoch zwei namhafte Künstler dabei, die dem Liedermacher-Festival alle Ehre machen. Dazu wird der Rezitator Oliver Steller, der zuletzt mit dem Konzertprojekt „Jahreszeiten“ zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Hagen für eine Sternstunde im Parktheater gesorgt hat, das Kinderprogramm übernehmen. Mit seiner Band wird er Heine, Goethe und Schiller für Kinder aufarbeiten, was aber auch die Eltern nicht verpassen sollten. Den traditionellen Kabarett-Part des Festivals übernehmen erneut Tina Häussermann und Fabian Schläper von „zu zweit“, die ihr neues Programm „Ich war’s nicht“ präsentieren werden.

Begleitet wird das Festival erstmals von einem Open-Air-Ereignis: Das Theater Anu wird mit dem „Jahrmarkt der Worte und Klänge“ an zwei Abenden ein fantasievolles Spektakel bieten, das sowohl eine große Lichtinstallation als auch ein Riesenkaleidoskop enthält. Ebenfalls neu ist ein Workshop für Nachwuchsmusiker mit der Band „Beat’n’ Blow“ - eine schräge Hip-Hop-Formation, die traditionelle Blasmusik mit Rap-Gesang vereint und den Workshop-Teilnehmern gewiss eine Menge über Crossover-Musik beibringen kann (Anmeldungen unter 217-1911). Beide Neuheiten werden auch für mehr Festival-Feeling sorgen.

„Beat’n’Blow“ werden auch das Abschlusskonzert gestalten, allerdings nicht allein, sondern mit „Stilfrei“. Das Festival bietet damit auch jungen Nachwuchs-Künstlern ein erstklassiges Forum, und gleichzeitig darf man sich wohl auf eine überaus erfrischende Mischung aus schnörkellosem, deutschen Rock aus Iserlohn und verrücktem Hip Hop aus Berlin freuen. Jeroen Brüggemann und David Klatt werden dann auch wieder „Ich will dich wieder in den Arm nehmen“ singen - nur wie es dann klingt, kann jetzt noch niemand sagen.

Ralf Tiemann

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Kommentare
04.04.2011
22:36
Mehr Festival-Feeling beim „WortKlang“
von nachleserin | #1

Da spitzt Herr P. bestimmt schon jetzt seinen Bleistift. Blasmusik mit Rap-Gesang. Das hört sich nach Party-Mucke für junge Menschen an. Ob das wohl schon vom Ordnungsamt genehmigt ist???
Nun ja - einen Tag vorher absagen geht ja auch - wie die Erfahrung erst kürzlich lehrte...

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