Märkische Bank weiterhin auf gutem Kurs
29.01.2008 | 17:22 Uhr 2008-01-29T17:22:00+0100
„Der verschärfte Wettbewerb im Bankenbereich ist auch für unser Haus die entscheidende Herausforderung, der wir uns stellen müssen.”
Dies machte in derBilanz-Pressekonferenz am Dienstag im Hotel VierJahreszeiten Hermann Backhaus, Vorsitzender des Vorstandes der Märkischen Bank, deutlich. Trotzdem und auch angesichts der Turbulenzen im internationalen Finanzwesen, ist Backhaus mit dem Jahr 2007 „absolut zufrieden”. Denn die Märkische Bank eG konnte nach Backhaus Aussage ihre „starke Wettbewerbsposition im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter festigen.
Dabei war das Jahr der Märkischen Bank bei allen wirtschaftlichen Gedanken vor allem aber geprägt von dem viel zu frühen Tod ihres Vorstandsvorsitzenden Gerhard Reibert im Oktober 2007. „Die heutige gute Position verdankt die Bank vor allem seinem Wirken”, so Backhaus in Erinnerung an seinen Vorgänger.
Die Bankenlandschaft selbst wurde 2007 geprägt von einem sehr unruhigen Umfeld. Hauptmerkmale bildeten die positive Konjunturentwicklung in Deutschland, massive Zinsveränderungen am Geld- und Kapitalmarkt, die Hypothekenkrise in den USA mit seinen bis nach Deutschland reichenden Auswirkungen und dem verschärften Wettbewerb im gesamten Kreditgewerbe. „Unsere Bereitschaft Kredite zu vergeben, ist von der aktuellen Finanzkrise nicht beeinträchtigt”, konnte und wollte Backhaus seine Kunden beruhigen. Denn, so Backhaus, „das Kreditgeschäft finanziert die Märkische Bank vor allem aus Einlagen aus der Region”.
Vor diesem Umfeld hat die Märkische Bank mit einem guten Bilanzwachstum ihre starke Position weiter festigen können. Die Bilanzsumme konnte um über 40 Millionen Euro auf rund 1,1 Milliarden Euro gesteigert werden, was einer Wachstumsrate von rund 4,4 % entspricht. Im Einlagenbereich setzte sich 2007 der Wachstumstrend des Geschäftsjahres 2006 fort: Die von den Kunden anvertrauten Einlagen stiegen im Geschäftsjahr 2007 um 52 Millionen Euro bzw. 6.7 %. Hohe Steigerungsraten verzeichnete die Märkische Bank bei den kurzfristigen Einlageformen. So bilanziete die Märkische Bank über 200 Millionen Sichteinlagen, was einer Steigerung von 20 Millionen Euro (10 %) entsprach. Rekordzuwachsraten mit 59 Millionen Euro (29 %) verzeichnete die Bank bei Termineinlagen, die zum Bilanzstichtag bei über 260 Millionen Euro lagen.
Der anhaltende Konjunturaufschwung führte mit einer zeitlichen Verzögerung besonders im zweiten Halbjahr zu einer deutlichen stärkeren Nachfrage nach Finanzierungen im Firmenkundenbereich. Triebfeder der heimischen Wirtschaft bleibt, so Backhaus, der industrielle Mittelstand mit anhaltend positiver Geschäftsentwicklung bei Exporten und Investitionen. Das private Baufinanzierungsgeschäft war auch 2007 wieder eines der Hautgeschätsfelder der Bank. Hier waren es vermehrt Renovierung und der Kauf von Altbauten. Insgesamt steigerte die Bank das Kreditgeschäft um über 18 Millionen Euro (3%).
Hohen Beratungsbedarf sieht Backhaus bei den Kunden durch die 2009 in Kraft tretende Abgeltungssteuer. „Dies wird ein herausragendes Thema werden.”
Die Märkische Bank wird wieder eine, gemessen an den Marktrenditen, gute Dividen von 5,5 Prozent ausschütten. Die Mitglieder werden als Eigentümer im Jahr 2008 mit einer Dividenausschüttung von über einer Million Euro an dem guten Ergebnis beteiligt werden.
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