"Leer stehendes Kalthof-Center ist Schandfleck für unser Dorf"
14.02.2010 | 19:40 Uhr 2010-02-14T19:40:00+0100
Kalthof. „Eine große Sorge für unser Dorf sind fehlende Einkaufsmöglichkeiten”, sprach Bernd Diedrichsen beim Jahresempfang der Vereinsgemeinschaft Kalthof-Leckingsen-Refflingsen Tacheles.
Der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft wurde noch deutlicher: „Die leer stehende Immobilie Kalthof-Center ist ein Schandfleck für unser Dorf.”
Mit dem Fest „das Kalthof-Center soll leben” zeigten im Juni etwa 600 Bürger und Gewerbetreibende, dass es ihnen am Herzen liegt. Genutzt habe das aber nichts. Diedrichsen appellierte an die Vertreter aus Verwaltung und Politik, auf die Eigentümergemeinschaft einzuwirken, ihr Verhalten zu überdenken und zu ändern. Der Mietvertrag laufe im Jahr 2013 aus.
Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens erklärte zu der „unendlichen Geschichte des Kalthof-Centers”, er stehe ebenfalls in Kontakt mit den Eigentümern, könne sie aber nicht zwingen. In der Vergangenheit habe es keine wirtschaftlich vertretbaren Erträge gebracht. Dr. Ahrens bekräftigte: „Wir arbeiten daran, eine wirtschaftliche Nutzung hinzukriegen.”
Ob der bei der Renaturierung des Baarbaches angefallene Erdaushub, der momentan im Industriegebiet Zollhaus zwischengelagert wird, kontaminiert ist, wollte Diedrichsen außerdem geklärt haben. Der Boden soll in diesem oder nächsten Jahr für die Arbeiten an der Alexanderstraße verwandt werden, erläuterte Dr. Ahrens. Er enthalte eine „historische Belastung von Schwermetallen, die nicht auswaschen”.
Diedrichsen lobte außerdem Verbesserungen beim Schülertransport. Durch die neuen Überquerungshilfen an der Leckingser Straße sei der Schulweg sicherer geworden. Auch die Unterrichtsversorgung in der Grundschule sei seit dem Amtsantritt von Karin Brandegger als Schulleiterin wieder gesichert.
„Die bauliche Entwicklung des Baugebietes am Glockenturm bereitet vielen Kalthofer Bürgern Freude”, erklärte Bernd Diedrichsen weiter. „Die geplanten schönen Häuschen und der damit verbundene Zuzug von Neubürgern sind mit Sicherheit in Zukunft eine Bereicherung für Kalthof.” Ihn wundere nur die Straßenbenennung „Am Winterfeld" für ein Baugebiet, das an der schönsten Südhanglage von Kalthof liege. Dr. Ahrens verwies auf die schon belegten Namen Sonnenweg und Herbstweg. Das Winterfeld eigne sich doch derzeit ideal zum Schlittenfahren.
Diedrichsen begrüßte die Umbenennung einer Straße im Neubaugebiet Kalthof- Wiemshohl gemäß dem Wunsch vieler Kalthofer in den Straßennamen „Pläskens Kamp”.
Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage der Stadt lobte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft die gute Entscheidung für den Sportplatzbau.
22:22
Seht es endlich ein: Ein Vollsortimenter wird sich auch in Zukunft in Kalthof nicht rechnen! Das hat damals schon nicht funktioniert und seitdem ist die Konkurrenz erheblich gewachsen - der neue Marktkauf in Hennen und der Edeka in Sümmern sind einfach zu nah. Die Gesetze der Mathematik bzw. Betriebswirtschaft gelten auch in Kalthof. Der Nachfrage-Kuchen kann halt nur einmal aufgeteilt werden!
Klar, gerade wenig mobile Menschen in Kalthof haben ein Problem. Sinnvollere und realistische Alternative könnte eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV sein - bei einer Halbierung der Taktzeit könnte man auch mal spontan mit dem Bus in Hennen einkaufen!
Vielleicht bieten sich hier ja Chancen, wenn die Lizenz für diese Strecke dann doch mal an die MVG fallen sollte. Nebenbei könnte die Strecke damit erheblich attraktiver für PendlerInnen werden. Momentan ist das Angebot echt Murks.