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IBSV-Traditionsessen

Landesgartenschau 2010 - Chancen für die Region durch Kooperation

22.06.2008 | 19:55 Uhr
Landesgartenschau 2010 - Chancen für die Region durch Kooperation

Iserlohn. „Wir sind guten Mutes, dass wir es schaffen”, erklärte Hemers Bürgermeister Michael Esken beim Traditionsessen des IBSV. Er ist zuversichtlich, dass die vielfältigen Vorbereitungen bis zur Eröffnung der Landesgartenschau am 17. April 2010 rechtzeitig zum Abschluss kommen.

In seinem charismatischen Vortrag nahm Michael Esken am Samstag die 300 IBSV-Gäste in der Parkhalle mit, darunter waren neben Bürgermeister Klaus Müller auch seine Stellvertreterin Renate Brunswicker und die Stellvertrer Horst Fiesel und Michael Scheffler, Landrat Aloys Steppuhn und Superintendent Alber Henz; nicht zu vergessen die IBSV-Majestäten Volker Tennie und Gerlinde Hampe sowie Marc D. Schwarz und Sandra Krüger und die Ehrenobristen Ernst Dossmann und Horst Fischer.

Michael Esken zeigte die Chancen für die Region durch die gelungene Kooperation der Städte im Städtenetz des Nordkreises auf, um die Landesgartenschau Wirklichkeit werden zu lassen. Er gab die Parole aus „regional denken und lokal handeln”.

Bereits ab kommenden Donnerstag (18.15 Uhr) will Bürgermeister Michael Esken regelmäßige Baustellen-Führungen anbieten, damit die Besucher sich vor Ort ein Bild von den Vorbereitungen machen können. Denn es gelte nach der Aufgabe des Kasernenstandortes, 350 Hektar Standortübungsplatz und 28 Hektar der stadtbildprägenden Blücherkaserne umzuwidmen. Dabei soll das Naherholungsgebiet Felsenmeer mit der Innenstadt verbunden werden. Die Stadt wolle die Landesgartenschau mit den städtebaulichen Herausforderungen verknüpfen.

„Wir in Hemer können es nicht alleine stemmen, wir sind auf die Unterstützung der Nachbarstädte angewiesen”, warb er um konstruktive Begleitung des Prozesses auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Er dankte den Vertretern der Stadt Iserlohn für die gute Zusammenarbeit. Auch im Bereich Kultur seien Kooperationen geplant.

Stolz berichtete Michael Esken  außerdem, dass dem Förderverein der Landesgartenschau bereits 500 Mitglieder angehören. Darin leiste der Iserlohner Dr. Heinz-Jürgen Osing eine wichtige Aufbauhilfe als Vorsitzender. Auf dem Militärgelände will die Stadt eine Million Euro für Spielgeräte investieren, wobei allein 300 000 Euro für eine wettbewerbstaugliche Skater-Anlage vorgesehen ist. Sie solle von überregionaler Bedeutung sein, verspricht sich Esken davon auch eine Magnetwirkung für Jugendliche, die nicht automatisch zur Zielgruppe einer Landesgartenschau gehören.

Er verriet außerdem, dass das bedeutende Geotop Felsenmeer teilweise für die Besucher über eine Brücke erschlossen werden soll. Man wolle keine Priemeln im Felsenmeer pflanzen, aber eine Verbindung zum Jüberg schaffen.

Für die Stadtentwicklung und die Landesgartenschau werden jetzt 40 Millionen Euro investiert. Er werbe jetzt schon um Verständnis für die Großbaustelle Hemer. Außerdem legte er Interessierten ans Herz, sich frühzeitig Jahreskarten für 120 Euro (2 Erwachsene plus Kinder) zu sichern. Zur Landesgartenschau selber würden sie 155 Euro kosten.

Bürgermeister Klaus Müller erinnerte an eigene, leider gescheiterte, Anstrengungen, die Landesgartenschau nach Iserlohn zu holen. Auch teilte er Eskens Einschätzung: „Davon wird die ganze Region profitieren.” An die Adresse des IBSV betonte er, dass die notwendige Neugestaltung der Alexanderhöhe mit dem IBSV und nicht gegen den IBSV in Angriff genommen werden solle.

Landrat Aloys Steppuhn appellierte an die anwesenden Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, für die Landesgartenschau und die „Regionale 2013” mit anzupacken und gemeinsam durchzustarten und Ideen und Projekte zu entwickeln.

Der Chef der Privatbrauerei Iserlohn, Peter Michaelis, erinnerte an die lange Partnerschaft der Iserlohner Brauerei mit dem IBSV, die mit Unterbrechungen in das Gründungsjahr der Brauerei 1899 zurückreiche. Die Partnerschaft des Heimatbieres mit dem IBSV habe bis heute freundschaftliche Beziehungen zu den Obristen mit sich gebracht, auch in den fünf Jahren der Privatbrauerei, die nach fast acht Jahrzehnten als Konzernbrauerei auf eigenen Füßen stehe. Michaelis sprach unter lautem Beifall von einem tollen Miteinander mit dem IBSV.

Brauerei-Chef Peter Michaelis kündigte beim Traditionsessen an, dass er zum Jahresende in den Ruhestand geht. IKZ-Foto: Josef Wronski

Peter Michaelis kündigte überraschend seinen Rückzug nach 40 Jahren Brauerei-Tätigkeit für Ende des Jahres an. Gerd Heutelbeck werde noch einen Nachfolger benennen.

Cornelia Merkel

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