Kreis beauftragt jetzt Firma mit Räumung
20.11.2009 | 21:54 Uhr 2009-11-20T21:54:00+0100Iserlohn. Anfang kommender Woche will der Märkische Kreis jetzt endgültig eine Entsorgungsfirma mit der Räumung des illegalen WEKA-Abfalllagers an der Köbbingser Mühle beauftragen.
Eine letzte Chance, dies doch noch selber zu tun und dabei auch ihre eigenen Mitarbeiter und Fahrzeuge einzubinden, hat die Destillationsfirma vertan: Statt eines unterschriebenen Vertrages legte sie dem Kreis am Donnerstagabend nur das Entsorgungskonzept eines Unternehmens aus Süddeutschland vor. Dabei hatte der Kreis der Firma damit erneut eine Brücke gebaut, nachdem WEKA bereits am 28. Oktober die Frist zur Vorlage eines Vertrages, die auf Vorschlag des Verwaltungsgerichts bei einem Ortstermin Anfang Oktober vereinbart worden war, hatte verstreichen lassen. Dem Vernehmen nach sollen mangelnde Liquidität bzw. fehlende Sicherheiten der Grund dafür gewesen sein, dass vor dreieinhalb Wochen kein Vertrag mit der Gütersloher Entsorgungsfirma Zimmermann zustande kam, die bereits ein Konzept für die Räumung erarbeitet hatte.
Weil WEKA Anfang dieser Woche dann aber schriftlich angekündigt hatte, einen Vertrag mit einer anderen Firma vorzulegen, hatte der Kreis dafür eine erneute Frist bis gestern Morgen gesetzt, zu der aber eben wiederum der geforderte unterschriebene Vertrag nicht vorlag. „Aus Sicht des Kreises ist die gesetzte Frist somit ergebnislos verstrichen”, sagte Pressereferent Hendrik Klein. Der Kreis werde jetzt selbst im Zuge der so genannten Ersatzvornahme eine Firma beauftragen und sich die Kosten von bis zu einer Million Euro von WEKA zurückholen. Das dazu nötige Ausschreibungsverfahren war bereits Anfang November wieder aufgenommen worden, so dass jetzt unmittelbar der Auftrag an eine der fünf noch beteiligten Firmen erteilt werden kann. Es sei, so Klein, nach wie vor das Ziel des Kreises, schnellstmöglichst mit der Räumung des Lagers zu beginnen. Die wird, so war zu erfahren, zwischen 23 und 28 Arbeitstage in Anspruch nehmen.
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Der Kreis hat wieder alles verschlafen!
wolle nunmehr zügig den Auftrag erteilen, damit mit der Entsorgung des illegalen Abfalllagers endlich begonnen werden könne. „Das sind wir den Anwohnern in Iserlohn-Sümmern schuldig. Die Menschen dort fordern zu Recht, dass jetzt endlich etwas geschieht. Außerdem steht der Winter vor der Tür.
Ende August hätte WEKA räumen können nur Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper wollte nicht