Konzept zur Pfarrstellenplanung

Pfarrer Thomas von Pavel und Pfarrerin Dorothea Goudefroy sind die Neuen im Synodalvorstand, während  Pfarrer Hans-Peter Marker und Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier mit warmem Beifall verabschiedet worden sind.
Pfarrer Thomas von Pavel und Pfarrerin Dorothea Goudefroy sind die Neuen im Synodalvorstand, während Pfarrer Hans-Peter Marker und Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier mit warmem Beifall verabschiedet worden sind.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Iserlohn hat bei ihrer Tagung am Samstag im Varnhagenhaus ein neues Konzept zur Pfarrstellenplanung verabschiedet, um den Gemeinden Planungssicherheit bis zum Jahr 2020 zu geben. Entscheidender Punkt innerhalb des Konzepts ist der Richtwert von 2750 Gemeindemitgliedern für die Neubesetzung von Gemeindepfarrstellen. Mit dieser neuen Richtgröße bleibt der Kirchenkreis unterhalb der Vorgabe der Landeskirche, die für die Finanzierung von Pfarrstellen bei 3000 Gemeindemitgliedern liegt.

„Wir haben uns für dieses Modell entschieden, um insbesondere die Situation der Gemeinden im ländlichen Raum stärker zu berücksichtigen. Unser Ziel ist es, keine Pfarrstelle unbesetzt zu lassen“, betonte Superintendentin Martina Espelöer nach Abschluss der Synode im Gespräch mit unserer Zeitung. Nach fünf Jahren wird das Konzept evaluiert. Dass es trotz aller Bemühungen angesichts sinkender Mitgliederzahlen auf Kirchenkreisebene zu Einschnitten kommen werde, sei dennoch nicht zu verhindern. „Unsere Hauptaufgabe wird es sein, mit Fingerspitzengefühl Lösungen zu entwickeln bei einer dünner werdenden Personaldecke“, so Espelöer.

Rückgang auf 35 Stellen ist mittelfristig absehbar

Gegenwärtig verfügt der Evangelische Kirchenkreis noch über 40 Gemeinde- und Synodalpfarrstellen, mit einem Rückgang auf 35 Stellen muss mittelfristig gerechnet werden. Superintendentin Espelöer: „Das ist eine Größenordnung, die gerade eben noch kompensierbar sein könnte, allerdings nur unter erheblichen Anstrengungen.“ Von entscheidender Bedeutung sei es in diesem Zusammenhang, weitere Berufsgruppen wie etwa die Gemeindeschwestern verstärkt einzubinden. „Dies soll nicht den Pfarrdienst schwächen, sondern für Entlastung sorgen. Pfarrerinnen und Pfarrer spielen nach wie vor und auch in Zukunft die absolute Schlüsselrolle.“ Aufgrund der dünner werdenden Personaldecke und der absehbaren strukturellen Nöte der Gemeinden stellt der Kirchenkreis zudem einen Antrag bei der Landeskirche zur Schaffung eines „Erprobungsgesetzes“, das in klar definiertem Raum und auf absehbare, jeweils vereinbarte Zeit neue Modelle des Pfarrdienstes und der Gemeindearbeit ermöglichen soll, um die seelsorgerische Versorgung in der Fläche aufrecht erhalten zu können.

Veränderungen ergaben sich bei der Kreissynode bei den Wahlen zum Synodalvorstand. Hier rückt Pfarrer Thomas von Pavel aus Menden auf die Position des Synodalassessors und ist damit Stellvertreter von Martina Espelöer. Pfarrerin Dorothea Gouderoy, ebenfalls aus Menden, wurde zur stellvertretenden Synodalassessorin gewählt. Heinz Leo Belter (Hohenlimburg) ist Nachfolger von Sybille Mann auf der Position des Synodalältesten. Die Iserlohner Pfarrerin Christine Grans übernimmt zudem einen Sitz im Fachausschuss der Tageseinrichtungen für Kinder.

Aktives Wahlalter wird auf 14 Jahre abgesenkt

Zustimmung fand bei der Kreissynode auch der Vorschlag, das aktive Wahlalter für die Presbyterien von 16 auf 14 Jahre abzusenken. Die nächste Wahl findet im Februar 2016 statt.