"Komasaufen kann tödlich sein"
16.06.2009 | 18:51 Uhr 2009-06-16T18:51:00+0200
Iserlohn. „Schieß dich nicht ab!” Das war der Arbeitstitel eines Plakatwettbewerbs, an dem sich 58 angehende Gestalter des Berufskollegs Iserlohn mit eindrucksvollen Entwürfen beteiligten. Die sehenswerten und aufrüttelnden Ergebnisse sind im Rathausfoyer bis zum 25. Juni ausgestellt.
Sie behandeln das Thema „Komasaufen” authentisch aus jugendlicher Perspektive in ungeschminkter und provokanter Weise: Beispielsweise zeigen sie „Flatliner” nach einer Überdosis oder Erbrochenes im Gesicht eines hübschen Mädchens oder über der Klobrille auf dem WC, in dem Flaschen auf einen Alkoholexzess hinweisen.
Das Siegerplakat schuf Ailin Neshat. Die Auszubildende aus der Klasse GGF 2A nutzt das Bild eines Schießduells zwischen stilisierten Westerntypen, um den Slogan „Komasaufen kann tödlich sein” in amüsanter und nicht belehrender Art zu illustrieren. Vizebürgermeisterin Renate Brunswicker gratulierte ihr zu dieser gelungenen Gestaltungsidee und beglückwünschte ebenso wie der stellvertretende Schulleiter des Berufskollegs, Bernhard Ingelbach, alle Teilnehmer. Brunswicker erinnerte an die Aktion „Kein Alkohol unter 16” und den Logo-Wettbewerb, den die Auszubildenden der Mittelstufen im Bildungsgang „staatlich geprüfter gestaltungstechnischer Assistent mit Schwerpunkt Grafik und Objektdesign” im Rahmen des ersten Kooperationsprojektes mit dem Jugendschutz und dem Ordnungsamt der Stadt Iserlohn entwickelten. Dieses Logo ist mittlerweile als Aufkleber im Iserlohner Stadtbild und in rund 100 Gaststätten und Geschäften präsent. Das prämierte Plakat ging aus dem Folgeprojekt hervor und soll bald an vielen Stellen in der Stadt vor den Gefahren des hemmungslosen Alkoholkonsums warnen.
Zur Ausstellungseröffnung waren neben den jungen Künstlern und ihren Projektpartnern des Ordnungsamtes auch Vertreter der Polizei, der Kinderlobby, der Werkstatt im Hinterhof und der Wohnungslosenhilfe gekommen. IBSV-Vorsitzender und Schützen-Oberst Hans-Dieter Petereit erklärte seine Solidarität mit dieser Aufklärungskampagne: „Wir werden auf dem bevorstehenden Schützenfest darauf achten, dass es kein Saufen und kein Betrinken gibt. Feiern ist etwas anderes.” Er habe Order gegeben, dass an allen Getränkeausgabestellen der Jugendschutz eingehalten werde.
04:52
Also jemanden zu unterstellen, das er aus einer Säuferfamilie stammt ist ja schon ziemlich herbe,
Wenn sich dieser jemand dann auch noch per Nick Komasäufer nennt, dann zeugt das eher von einem Problem als denn von einem Genusstrinker.
00:31
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09:48
Jugendschutz hin Jungenschutz her,wer was zum trinken will der bekommt es auch egal von wem ,auch auf en Schützenfest oder Friedensfest.So viele Beamten gibt es doch ganicht,aber wir sprechen uns wieder Herr Petereit
07:37
Hurra, hurra, wir sind die Komakolonne, wir sind wieder da!
16:57
@smartdriver
Ganz ihrer Meinung. Dieser Verein macht zwar noch mehr, als nur ballern. Ich denke, dass dies aber der eigentliche Gründunszweck war. Immerhin lockten und locken Unterstützungsgelder der Stadt.
16:32
Da kenne ich aber noch mehr....
In einem Stadtteil ist es ja soweit, das das Gelage am Wochenende nicht reicht und man einen Verein zum ballern gründet.
Kühl-Taschen-Dienstag eben!
Interessant auch, welch Politprominenz sich da ganz vorne so engagiert.
Soviel dann zum vorleben....
16:03
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12:29
In Deutschland treffen zwei Trink-Kulturen aufeinander: Die nordeuropäische mit manchmal Alkohol, dann aber richtig viel und die südeuropäische mit kontinuierlich, dann aber in Maßen. Die deutsche Kultur hat sich natürlich nur das beste ausgesucht: Richtig viel, dann aber kontinuierlich. Die Eltern machen es den Kindern vor.
Motto: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm - Apfelkorn macht beide stramm
;-)))