Köpfe und Tiere entstehen aus Ton

Die Kinder hatten nicht nur am Gestalten riesige Freude, sondern natürlich am Matschen.
Die Kinder hatten nicht nur am Gestalten riesige Freude, sondern natürlich am Matschen.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Zahlreiche „Stammgäste“ nutzen die Angebote der „Osterferienspiele“ gerne.

Iserlohn..  Ein grauer Mittwochvormittag, nicht unbedingt bestes Ferienwetter, ungeeignet zum Spielen und Toben unter freiem Himmel. Um so willkommener sind da die Angebote, die innerhalb der Aktionsräume des Kinder- und Jugendbüros an der Brüderstraße über die Bühne gehen.

Die „Ferienspiele“ sind längst kein Geheimtipp mehr, und so verwundert es nicht, dass an diesem grauen Vormittag mehr als ein halbes Dutzend Mädchen und Jungen an einem großen Tisch sitzen. Sie alle gehören zu den „Wiederholungstätern“, wie sich nach der Frage „Wer ist zum ersten Mal dabei?“ sehr schnell herausstellt. Alle Sieben- bis Elfjährigen haben in der Vergangenheit bereits eines der Angebote genutzt. Für einige gibt es dennoch eine Premiere, denn heute hat die Töpferwerkstatt geöffnet. „Das habe ich noch nie gemacht“, verrät Julius.

Gustav Müller leitetdie Töpferwerkstatt

Er und seine Mitstreiter haben sich vormittags von Gustav Müller in die Geheimnisse des Umgangs mit Ton einweihen lassen. „Wir arbeiten hier mit Modelliermasse, die trocknet recht schnell und muss später nicht gebrannt werden“, erklärt der Fachmann. Anders, als Julius es vermutet hatte, gibt es in den Aktionsräumen auch keine Drehscheibe.

So müssen die Mädchen und Jungen alles, was entstehen soll, mit den Händen formen. Julius hat bereits den Kopf eines „Schotten“ fertig, eines der Mädchen zeigt stolz eine Katze. „Ich mache Schilder für meine Lehrer, meine Mathelehrerin bekommt zum Beispiel eines mit der Aufschrift ‘1 + 1 = Frau Müller’“, berichtet ein Mädchen aufgeregt. Und natürlich wollen auch die anderen Nachwuchskünstler erzählen, was sie aus Ton gestalten: ein Huhn, ein Mensch, ein Krebs, Vasen und Tassen.

„Das macht richtig Spaß – vor allem, weil man sich dabei so schön einsauen kann“, erklären die Kinder, während sie ihre rot beziehungsweise grau eingeschmierten Hände in die Höhe halten.