Karstadt-Filiale am Schillerplatz wird nicht geschlossen
01.12.2009 | 17:02 Uhr 2009-12-01T17:02:00+0100
Iserlohn. „Wir waren immer zuversichtlich, dass wir hier in Iserlohn weitermachen können!” So kommentierte am Dienstag Peter Skuthan, Geschäftsführer der Iserlohner Karstadt-Filiale, die Nachricht, dass das Haus am Schillerplatz zu den 86 Warenhäusern gehört, die weiterbetrieben werden.
„Wir können hier nun viel beruhigter ins enorm wichtige Weihnachtsgeschäft gehen.”
Allen Mitarbeitern im Hause sei ein Stein vom Herzen gefallen, berichtete Skuthan im Gespräch mit der Heimatzeitung. Die Nachricht habe sich sehr schnell verbreitet, auch ein Rundschreiben habe es gegeben. Bei allem Mitgefühl für die Mitarbeiter an von einer Schließung betroffenen Standorten könnten die Iserlohner Karstadt-Mitarbeiter stolz sein aus das Erreichte. „Wir haben hier gemeinsam alles getan, damit der Standort Iserlohn für den Konzern interessant bleibt”, sagte Skuthan. Daraus dürfte zu schließen sein, dass auch in den zurückliegenden Monaten schwarze Zahlen geschrieben wurden.
Skuthan bedankte sich ausdrücklich auch bei den Kunden, die Karstadt nicht vorschnell den Rücken gekehrt hätten. Für die Zukunft müsse die Kundschaft dem Hause aber auch weiterhin die Treue halten. Dafür wolle man sich mit vielen Aktionen einbringen, derzeit etwa mit einem durch und durch weihnachtlich geschmückten Haus.
Bis zum Frühjahr will nun der Insolvenzverwalter nach Investoren für Karstadt suchen. Daran wird natürlich auch deutlich, dass die Zukunft für das Iserlohner Karstadthaus nunmehr nicht für alle Zeiten gesichert ist. Wenn ein Investor gefunden ist, wird sich entscheiden, welche Pläne dieser im Einzelnen verfolgt.
Und dennoch, Dienstag war erst einmal Erleichterung angesagt nach sicherlich turbulenten Tagen, Wochen und Monaten. Allerdings sollen auch die Mitarbeiter weitere Opfer zur Sanierung bringen. Stichworte sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei aber wohl im Wesentlichen um Punkte handeln, die bereits im Sanierungstarifvertrag gestanden haben, bevor dieser durch die Insolvenz außer Kraft gesetzt worden sei.
Auswirkungen hat die Nachricht, am Iserlohner Karstadt-Standort festhalten zu wollen, sicherlich auch auf die Schillerplatz-Debatte. Peter Skuthan appellierte hier nochmals eindringlich, von einer „Tieferlegung” des Schillerplatzes Abstand zu nehmen. „Eine Treppe mit 14 Stufen zu unserem Haupteingang - das wird nie und nimmer funktionieren.”
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