Karstadt-Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze
04.05.2010 | 21:48 Uhr 2010-05-04T21:48:00+0200
Iserlohn. Wegen einer Betriebsversammlung standen die Kunden bei der Karstadt-Filiale am Schillerplatz am Dienstagmorgen wie auch in anderen Karstadt-Häusern im Bundesgebiet vor verschlossener Tür.
Bis 10 Uhr ging es im Mitarbeiterrestaurant um die Zukunft der in der Insolvenz befindlichen Unternehmensgruppe. „Wir brauchen einen Investor. Wir werden auch weitere Einschnitte haben, aber sie müssen verträglich sein“, das erklärte die Betriebsratsvorsitzende Doris Schulte vor 100 Karstadt-Beschäftigten. In der Betriebsversammlung in der Mitarbeiterkantine informierte Doris Schulte über den aktuellen Stand: Neben dem bisher bekannten Finanzinvestor Triton sei am Wochenende ein weiterer Interessent auf den Plan gekommen. Sein Name werde aber noch nicht bekannt gegeben. „Wir haben eine Menge geleistet“, listete Doris Schulte dann auf, dass die Karstadt-Beschäftigten seit dem Jahr 2005 immer wieder Abstriche hinnehmen mussten für den Erhalt des Unternehmens. Sie erinnerte an Zugeständnisse im Sanierungskaufvertrag, dem Sanierungspakt und dem Sanierungsverfahrenskaufvertrag, der bis 2012 laufe. Beim Weihnachts- und Urlaubsgeld hätten die Mitarbeiter dabei deutliche Abstriche gemacht. „Seit langem bangen die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Bis 2011 gebe es eine Arbeitsplatzsicherheit“, so Doris Schulte weiter. Wenn es jetzt bei Karstadt weiter gehe, seien die Beschäftigten zu weiteren Zugeständnissen bereit: „Aber wir wollen Sicherheiten.“ Karstadt-Geschäftsführer Peter Skuthan bedankte sich bei den Beschäftigten für die engagierte Arbeit, die dazu geführt hat, dass Karstadt Iserlohn schwarze Zahlen schreibe. Aktuell arbeiten 127 Frauen und Männer für die Filiale.
07:51
Karstadt, die Firma die ihre Gebäude an Gesellschaften verkauft hat, bei denen führende Leute von Karstadt beteiligt sind und dann Wuchermieten nehmen.
Karstadt, eine Firma die ihre Mitarbeiter und den Steuerzahler ausnutzt.
Leider ist keine Partei bereit, diese Heuschrecken endlich mit Gesetzen in die Schranken zu weisen.
Der Einzelhandel der Gewerbesteuern zahlen muss, beklagt sich zu recht.
Es ist schon eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Unternehmen Gewerbesteuern zahlen und andere nicht.
Es ist ja auch viel zu wenig Geld beim Bürger, immer mehr 400€ oder 1€ Jobs, weniger Kaufkraft und Umsatz, weniger Rentenversicherungsbeiträge, weniger Krankenversicherungsbeiträge und so weiter.
Das Hochlohnland Deutschland mit der harten D- Mark, hatte Quallität die sich gut verkaufen ließ, auch wenn sie teurer war. Heute in der Globalisierung muss mit Löhnen aus der dritten Welt konkuriert werden?
Nach meiner Meinung dient das nur der Gewinnoptimierung von Konzeren, aber gut, das geht am Thema vorbei.
Ich wünsche den Mitarbeitern eine gute Zukunft.
13:43
Die meisten Karstadtmitarbeiter schienen mir immer sehr arrogant. Besonders damals, als es denen noch gut ging.
Nur frage ich mich, was soll denn dann dorthin? Iserlohn braucht auch solch einen Laden, wie Karstadt. Mit der Marktpassage hat sich die Stadt ja auch alles andere als einen Gefallen getan. So geht man einfach die Wermingser weiter, als durch eine schöne Marktpassage zu Karstadt.
Naja, jetzt sehen die Mitarbeiter wenigstens, dass sie nicht mehr auf einem solch hohen Rosse sitzen, wie sie es wohl einst meinten. :-)
10:10
und die Goggle-werbung wird wieder passend zum Thema eingeblendet:
Betriebsrat loswerden? Neu: So trennen Sie sich von unbequemen BR-Mitgliedern!
Finde ich ziemlich sarkastisch.
09:27
Zitat: Karstadt-Geschäftsführer Peter Skuthan bedankte sich bei den Beschäftigten für die engagierte Arbeit, die dazu geführt hat, dass Karstadt Iserlohn schwarze Zahlen schreibe.
Ein kleiner Dank wäre auch an uns, die Steuerzahler, angemessen gewesen! Immerhin verzichtet die Stadt auf Gewerbesteuereinnahmen von Karstadt Iserlohn!! Mit Recht beklagen sich auch andere Gewerbetreibende, denen es ebenfalls schlecht geht, die jedoch ihre Steuer nicht erlassen bekommen!
Und wenn man es mal als Ganzes sieht, ist es doch so, dass, seit bekannt ist, dass Karstadt Konzernweit mehrere zig-Millionen an Gewerbesteuer erlassen bekommt, auf einmal die Heuschrecken aus der Deckung kommen.
Wie lange wird es diesmal dauern, bis Karstadt wieder vor die Wand gefahren wird und die Allgemeinheit dafür bluten wird?
23:43
Arme Karstadt-Mitarbeiter. Das Damokles-Schwert namens Insolvenz hängt weiter über ihnen, das Schiff bleibt im schweren Fahrwasser und es sieht so aus, als ob es unterginge, trotz aller Anstrengungen, das Ruder durch nochmalige Zugeständnisse an Arbeitszeit und Einkünfte doch noch rumzureißen - und ohne diesen Magneten in der Stadt büßt diese an Attraktivität ein und es wird sie kaum ein Investor finden, der diesen riesigen Bau übernehmen würde ...