Kalthofer interessierten sich auch für Karstadt

Neujahrsempfang der Vereinsgemeinschaft Kalthof-Leckingsen-Refflingsen bei Dröge-Adria
Neujahrsempfang der Vereinsgemeinschaft Kalthof-Leckingsen-Refflingsen bei Dröge-Adria
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Dr. Ahrens erklärte beim Jahresempfang der Vereinsgemeinschaft Kalthof-Leckingsen-Refflingsen zum Thema Karstadt: „Im Moment müssen wie uns keine Sorgen machen, dass Karstadt geschlossen wird.

Kalthof..  Das Osterfeuer der Vereinsgemeinschaft Kalthof-Leckingsen-Refflingsen kann in diesem Jahr noch einmal am alten Sportplatz stattfinden, da mit der Erschließung des dortigen Baugebiets voraussichtlich erst 2016 begonnen wird. Und momentan sieht es so aus, dass Karstadt mindestens bis 2021 am Schillerplatz bleiben wird, und auch darüber hinaus am Standort Iserlohn interessiert ist.

Das waren gestern wohl die wichtigsten Nachrichten, die Bürgermeister Dr. Paul Ahrens der Vereinsgemeinschaft zu ihrem Jahresempfang ins Haus Dröge mitgebracht hatte. Auch wenn es sich beim Schillerplatz „nicht mehr ganz um Kalthof handelt“, so der stellvertretende Vorsitzende Stefan Woelk, hätten vor allem einige ältere Mitbürger im Vorfeld signalisiert, dass sie gerne vom ersten Bürger der Stadt wüssten, wie es nach der Kauf der Karstadt-Immobilie dort weitergeht.

„Da Karstadt weiterhin Mieter ist, ist die Investition im Moment rentierlich“, machte Dr. Ahrens deutlich. Und auch wenn die Iserlohner zu den „genau beobachteten Filialen“ gehöre, habe man den „starken Eindruck“, dass der Konzern bis zum Jahre 2021, wenn laut der Verträge eine Kündigung frühestens möglich wäre, hier bleibe und auch für die Zukunft darüber hinaus am Standort Iserlohn interessiert sei. „Im Moment müssen wir uns keine Sorgen machen, dass Karstadt geschlossen wird“, stellte der Bürgermeister fest. Trotzdem müsse und werde man sich jetzt Gedanken zur Schillerplatz-Neugestaltung machen und habe durch den Kauf ganz andere Handlungsmöglichkeiten.

Ansonsten stand aber Kalthof ganz im Zeichen seiner Ausführungen: Mit Freude vernahmen die knapp 150 Gäste, dass auf dem neuen Gelände des Iserlohner Babywaldes am Stiftungshof am 22. März das erste Mal gepflanzt wird und dass das Neubaugebiet Winterfeld vor dem Abschluss steht, die Bauarbeiten für den Spielplatz kommende Woche beginnen und auch der Auftrag für die Schlussdecke vergeben ist. Dass hingegen die Erschließung des neuen Baugebietes auf dem ehemaligen Sportplatz aufgrund noch laufender Verhandlungen erst 2016 beginnt, findet die Vereinsgemeinschaft nicht tragisch: „Wir begrüßen, dass am alten Sportplatz etwas Neues entsteht“, sagte der neue Vorsitzende Michael Maiwald. Aber es sollten eben auch erst andere Bereiche abgeschlossen sein, so wie jetzt bald Winterfeld, wohingegen im Pläsken Kamp noch lange nicht alles bebaut sei. Ein Vorteil sei auch, dass so das Osterfeuer noch einmal an gewohnter Stelle durchgeführt werden kann. Der gestern von Ahrens bereits für 2016 ins Spiel gebrachte neue Veranstaltungsort im Kurvenbereich der verlängerten Werkstraße muss hingegen mit Blick auf den Brandschutz noch angeschaut werden.

Der 2. Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Stefan Woelk, der in seiner Rede das neue Vorstandsteam vorstellte, machte mit Blick auf die klare Distanzierung des Bürgermeisters von Pegida beim Neujahrsempfang der Stadt deutlich, dass gerade in Kalthof als dem Ortsteil mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund das Zusammenleben groß geschrieben wird und „Fremdenfeindlichkeit keinen Nährboden findet“.