„Kämpfe immer um ein ausverkauftes Haus“
09.02.2012 | 17:30 Uhr 2012-02-09T17:30:00+0100
Iserlohn.Aus den Reihen des sonst so kritischen Kulturausschusses gab es keine Gegenstimme: Die jüngst beschlossene Preiserhöhung bei den Parktheater-Abonnements um bis zu 7,8 Prozent ließ die Politiker zwar nicht in Jubel ausbrechen, Protest jedoch blieb aus. Im Gespräch mit unserer Zeitung reden Kulturdezernent Dr. Peter Paul Ahrens und Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann über wirtschaftliche Sachzwänge, eigene Ansprüche und die Kunst, beide Aspekte im Sinne der Qualität und des Publikums in Einklang zu bringen.
Ohne längere Diskussion stimmte der Kulturausschuss der Preiserhöhung bei den Theater-Abonnements zu. Waren Sie über die politische Einmütigkeit erstaunt?
Zunächst einmal war ich sehr froh, dass keine Partei versucht hat, Kapital aus dem Thema zu schlagen. Es war ein einstimmiger Beschluss, für den es auch gute Gründe gab. Wir haben die Preise zuletzt zur Spielzeit 2006/2007 angehoben. Hätten wir jetzt noch zwei, drei Jahre länger gewartet, wäre auf unsere Abonnementen ein deutlich größerer Brocken zugekommen.
„Der Vorschlag, die Preise zu erhöhen, wurde von der Kleinen Kommission Finanzen ja bereits für die vorherige Spielzeit gemacht, was damals aber aus zeitlichen Gründen nicht zu realisieren war. Die von uns jetzt vorgeschlagene und vom Ausschuss beschlossene Erhöhung ist demnach die ein Jahr später erfolgende Umsetzung des politischen Willens des Rates der Stadt.
Der politische Wille ist die eine Seite. Mit welchen Reaktionen der Abonnenten rechnen Sie?
Ich glaube, dass wir in diesem Zusammenhang nicht nur über den Preis, sondern auch die Gegenleistung sprechen müssen. 2009 haben wir eine Befragung unter unseren Abonnementen gemacht, laut der uns 98,6 Prozent ein gutes oder sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis attestieren. Vor der Erhöhung habe ich deshalb keine Angst, gerade auch, weil sie moderat ausfällt. In der ersten Kategorie von Abo I beispielsweise schlägt die Erhöhung pro Veranstaltung mit 1,62 Euro zu Buche. Und das ist die maximale Erhöhung.
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