Junge Big Bands und bedeutende Sänger

Bei der Präsentation der Iserlohner Jazz-Tage haben unter anderem die Henkelmann-Vorsitzende Tyrid Cornelissen (2.v.l.), der FH-Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier (2.v.r.) und Programmgestalter Uwe Plath (3.v.r.) die Konzerte vorgestellt.
Bei der Präsentation der Iserlohner Jazz-Tage haben unter anderem die Henkelmann-Vorsitzende Tyrid Cornelissen (2.v.l.), der FH-Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier (2.v.r.) und Programmgestalter Uwe Plath (3.v.r.) die Konzerte vorgestellt.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Henkelmann und Jazz-Campus ziehen bei den Iserlohner Jazz-Tage 2015 erneut an einem Strang.

Iserlohn..  Die Iserlohner Jazz-Tage gehen in ihre zweite Runde. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ziehen der Henkelmann und die der Jazz-Campus an der Fachhochschule Südwestfalen auch in diesem Jahr wieder an einem Strang und laden vom 18. bis 25 Mai zu vier Veranstaltungen an beiden Spielstätten an der Oberen Mühle und am Frauenstuhlweg ein.

Der inhaltliche Schwerpunkt, dem Nachwuchs ein Forum zu bieten, bleibt dabei auch bei der Neuauflage der Jazz-Tage bestehen – allerdings nicht wie im vergangenen Jahr an zwei Terminen sondern in komprimierter Form beim Jugend-Big-Band & Ensemble-Festival am Sonntag, 19. April, in der Fachhochschule. „Viereinhalb Big Bands“ werden da ab 14 Uhr zu hören sein, wie Uwe Plath – sowohl im Henkelmann als auch auf dem Jazz-Campus für das Programm zuständig – bei der Präsentation des Programms sagte. Mit den „JazzTeens“ von der Gesamtschule Iserlohn, der Band „The Baff“ von der Realschule Menden und dem „Jazamwo“ vom -Gymnasium Hemer sind drei echte Schul-Big-Bands aus Iserlohn und der näheren Umgebung dabei. An der Spitze steht wie im vergangenen Jahr die Big Band der Glen-Buschmann-Jazz-Akademie (GBJA) in Dortmund, die mit der abschließenden Band „Jakloin“ auch gleich ein weiteres Ensemble, bestehend aus jungen und hoch talentierten GBJA-Musikern, mitbringt.

Nachwuchs-Festival mit weiterem Termin im Herbst

Verengt werde der Raum für den Nachwuchs durch die Beschränkung auf nur einen Termin nicht, erklärte Uwe Plath, der selbst die GBJA-Big-Band leitet und nicht nur dort, sondern auch in Workshops und bei vielen anderen Gelegenheiten die Jugend fördert. Der zweite Termin – ein Jugend-Big-Band-Abend im Henkelmann – sei lediglich auf den Herbst verlegt worden. Sowohl Heinz-Joachim Henkemeier vom Jazz-Campus als auch Tyrid Cornelissen vom Henkelmann sind sich einig, dass eine solche Entzerrung den Jazz-Tagen gut tun werde. Ebenso wie eine räumliche Verlegung des Nachwuchs-Tages vom eher kühlen Audimax in eine gemütlichere Ecke der FH – in welche genau, steht noch nicht fest.

Neu wird auch der Einstieg in die Jazz-Tage am Samstag, 18. April, mit eine besonderen Ausgabe der „London Nights“. „Wir stehen zu unserer Disco-Veranstaltungen,“ sagt Uwe Plath. Und sie in das Festival mit einzubinden, stehe auch den Jazz-Tagen sehr gut Gesicht. Schließlich gebe es bei so ziemlich allen Jazz-Festival einen derartigen Party-Auftakt anstelle eines Konzertes. Wobei es bei dieser „London-Nights“ dann doch eine wunderbare Portion Live-Musik geben soll: Der Iserlohner Geiger Mirco Wessolly, der im Henkelmann sowohl solistisch als auch mit seiner Band „Almost under“ schon aufgetreten ist, wird mit dem DJ-Team „Die Ueblichen Verdaechtigen“ in musikalische Korrespondenz treten.

Zwei große Jazz-Vokalisten bestreiten den zweiten Teil

Das zweite Festival-Wochenende steht dann ganz im Zeichen zweier großer Jazz-Vokalisten: Das Norbert-Gottschalk-Quintett am Freitag, 24. April, um 20 Uhr in der FH und das Marie-Séférian-Quartett am Samstag, 25. April, um 20 Uhr im Henkelmann. Norbert Gottschalk ist einer der bedeutendsten Jazz-Sänger Europas und gehört seit seinem Debüt-Album 1988 zur Spitze der Jazz-Musik. In Iserlohn war er bereits mit seinem Partner, dem Gitarristen Frank Haunschild, zu Gast. Nun kommt er mit seinem Quintett zum Jazz-Campus, das gespickt ist mit erstklassigen Musikern und den derzeit angesagtesten Jazz-Professoren der Republik. Ihn zu hören, sollte sich niemand entgehen lassen. Die Jazz-Sängerin Marie Séférian hat sich hingegen mit ihrem Charme und ihren Konzept-Programmen ein eigenes Profil entwickelt. Auf ihrer aktuellen CD „Mille Nuits“ behandelt sie ausschließlich orientalische Märchen aus „1001 Nacht“, die sie auch bei ihrem Konzert im Henkelmann vorstellen wird.