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Jugendcafe Checkpoint geehrt

11.12.2009 | 17:10 Uhr
Jugendcafe Checkpoint geehrt

Iserlohn. Strahlende Gesichter bei Menschen, die es wirklich verdient haben, mit Preisen bedacht zu werden, rief der Integrationsrat jetzt hervor: Zum vierten Mal wurden die Preise des Wettbewerbs „Zusammenleben deutscher und ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner” verliehen.

Der Rat um den 1. Vorsitzenden Ercan Atay hatte es nicht leicht: Aus vielen Vorschlägen galt es, die Sieger herauszufinden. Die Preisübergabe fand am Mittwoch in Anwesenheit von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens statt. „Das Thema ist mir ein großes Anliegen und ich freue mich”, sagte Ahrens im Jugendcafé Checkpoint. Und genau diese Jugendienrichtung in Trägerschaft der Ev. Versönungskirchengemeinde erhielt auch den ersten Preis in Höhe von 400 Euro. Dort treffen sich Jugendliche zahlreicher Nationalitäten und Religionen mehrfach pro Woche. Ihr selbst formuliertes Ziel ist es, sich „gegenseitig zu achten und anzunehmen und Kreativität zu fördern”. „Sie geben vielen Menschen hier einen tollen Treffpunkt”, so Ercan Atay. Timon Tesche als Jugendreferent des Kirchenkreises nahm den Preis entgegen und dankte vor allem den ehrenamtlichen Helfern, ohne die es das Jugendcafé Checkpoint nicht geben würde. „Es ist eine besondere Ehre, als kirchliche Einrichtung von der Stadt ausgezeichnet zu werden”, so Tesche. Das Preisgeld wird vermutlich zur Bezahlung von Honorarkräften in der kalten Jahreszeit verwendet werden. „Im Winter brauchen wir mehr Personal, es ist dann nämlich voller hier”, erklärte Timon Tesche.

Der zweite Preis in Höhe von 250 Euro ging an Rainer Finger, der sich als ehrenamtlicher Joblotse um die Integration von Jugendlichen beim oft schwierigen Übergang von der Schule zum Beruf verdient gemacht hat. Eltern dieser Jugendlichen schlugen ihn beim Integrationsrat für den Preis vor. „Sie setzen Ihre ganze Energie in diese ehrenamtliche Arbeit ein”, dankte Ercan Atay Rainer Finger, der auch stellvertretend für andere Joblotsen ausgezeichnet wurde.

Den dritten Preis (200 Euro) erhielt der heimische Kinderarzt Dr. Reimund Schnitzler für sein uneigennütziges Engagement bei der ärztlichen behandlung des afghanischen Mädchens Ferestha. Wie berichtet, behandelt Dr. Schnitzler die herzkranke Kleine, die zurzeit bei (türkischstämmigen) Pflegeeltern in Iserlohn lebt, kostenlos.

„Iserlohn - wir haben eine tolle Stadt mit vielen ehrenamtlichen Helfern”, erklärte Ercan Atay am Ende der Preisübergabe. Auch Pfarrer Peter Stuberg, der als Vertreter von Superintendent Albert Henz der Preisübergabe beiwohnte, dankte allen ehrenamtlich Engagierten. Und freute sich, dass nun zum zwieten Mal einer der Preise an eine evangelische Einrichtung ging - im letzten Jahr war der Ev. Kindergarten an der Oestricher Straße ausgezeichnet worden.

Katja Hofbauer

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Kommentare
11.12.2009
23:32
Jugendcafe Checkpoint geehrt
von Nobelpreis | #1

Diese Menschen muss man auf Händen tragen. Sie sind die wahren Helden der Geslschaft. Sie haben das Problem erkannt und handeln für das Miteinander. Ich denke wir Alle müssen uns drum bemühen, das nebeneinander Leben zu verhindern.

Leider machen wir uns das alle einfach. Wir müssen unseren Horizont erweitern und auf die Menschen ( alle Menschen gemeint ) zu gehen. Wir dürfen nicht mit Vorurteile leben, sondern unsere eigenen Erfahrungen machen. Mit wenigen Mitteln wurde hier ein kleines Ergebnis erzielt und ich denke es ist noch mehr drinne.

Lasst euch nicht von negativen Schlagzeilen einschüchtern. Lasst euch nicht von Aussehen iritieren. Vieleicht konnte dadurch eine große Freundschaft beginnen. Ich frage euch, sind wir nicht alle gleich? Sie wir nicht alles Menschen? Kann man einen Menschen, der an was anderes glaubt, oder äußerlich anders aussieht, eine Chance geben.

Ich sage es euch allen klar und deutlich:

Wir müssen es in den Griff kriegen, sonst haben wir nach 20 Jahren, ein sehr großes Problem. Schaut euch die demographische Lage an und rechnet euch aus, wieviele Bürger mit Migrationshintergrund dann hier in Iserlohn leben.

Nicht um sonst haben die Türken jetzt ein Kurdenproblem!! Von 70 mio. Insgesamt sind 14 mio. Kurden in der Türkei am leben und täglich gibt es Wiederstand auf den Straßen zu sehen, bei einigen Fällen mit Todesopfer!!!!

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