Iserlohn nimmt auch das Spielen ernst

Bei der Eröffnung zeigte derCheerleader-Nachwuchs seine Vielseitigkeit.
Bei der Eröffnung zeigte derCheerleader-Nachwuchs seine Vielseitigkeit.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Zum Tag der Städtebauförderung wurde am Samstag die Freizeitanlage Lägertal offiziell und mit vielen Besuchern eingeweiht.

Iserlohn..  „Gar nicht mal so schlecht“, sagt die Mittvierzigerin beim Blick auf die im Sonnenlicht funkelnden Fitnessgeräte. Aus dem Mund einer Iserlohnerin ist eine solche Aussage als Ritterschlag und Zeichen größten Gefallens zu bewerten. Und für die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, die am Samstag am „Tag der Städtebauförderung“ an der offiziellen Eröffnungsfeier der Freizeitanlage Lägertal teilnahmen, war es ein weiterer Beleg, dass die Million Euro, die die Kommune mit großzügiger finanzieller Unterstützung von Bund und Land im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ in die Umgestaltung des einstigen Sportplatzes investiert hat, wohl durchaus gut angelegtes Geld sein dürfte.

Dass die Freizeitanlage dem Wohnquartier schon einen weiteren Attraktivitätsschub gegeben hat, bewies überdies auch der mehr als ordentliche Publikumszuspruch bei dem offiziellen samstäglichen Akt, an dem auch Thorsten Schick teilnahm. Zufrieden konnte sich der Vize-Bürgermeister davon überzeugen, dass der Plan aufzugehen scheint, ein Angebot für alle Generationen vorzuhalten. Denn während die Kinder auf dem Kleinfeld Fußball spielten oder die Kletterwand bestiegen und Skater waghalsige Sprünge zeigten, nutzten ältere Semester ausgiebig die Sportgeräte. „Wir nehmen das Spielen ernst“, erklärte Schick in seiner Rede zur Eröffnung des ersten Generationenspielplatzes im Stadtgebiet. Schick verwies darauf, dass sich der Bedarf an Freizeitangeboten unter freiem Himmel in Zeiten des demografischen Wandels nicht mehr allein an Familien mit Kindern orientiere, sondern auch die Bedürfnisse Älterer berücksichtigt werden müssten. Schick bedankte sich bei den Akteuren aus der südlichen Innenstadt, die sich bei der Gestaltung der Anlage engagiert hatten, sowie bei den Verantwortlichen in der Verwaltung für die Umsetzung der Anwohnerwünsche.

Fritz-Kühn-Platz: Der Baubeschluss steht bevor

Die stehen auch im Mittelpunkt beim nächsten Großprojekt im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“. Am Mittwoch soll der Planungsausschuss als erstes politisches Gremium den Baubeschluss für die Umgestaltung des Fritz-Kühn-Platzes fassen. Leitgedanke ist dabei die Aufwertung und Ausweitung der Grünflächen sowie eine barrierefreie Gestaltung. Den Rahmen bildet ein Rundweg um den Platz, während das vorhandene Wegenetz auf die notwendigen Verbindungen reduziert wird. Zur Bauernkirche hin sollen die Stützwände, das verfüllte Wasserbecken und die Treppe zurückgebaut werden, um das Gelände neu modellieren zu können und eine nahezu ebene Fläche zu schaffen. Wichtiges gestalterisches Element im Zentrum des Platzes soll ein aus dem Baarbach gespeister Wasserlauf werden, der entlang des südlichen Rundweges verläuft. Neu gestaltet und vergrößert werden soll der Spielplatz auf der Basis von Ideen aus einer Bürger- und Planungswerkstatt. Eine weitere bedeutende Veränderung betrifft die Inselstraße, die niveaugleich zum Platz ausgebaut und in ihrer Breite reduziert werden soll. Ein weiterer Baustein der Umgestaltung ist die Lichtplanung, die eine Beleuchtung des Rundwegsystems ebenso vorsieht wie die Beleuchtung besonderer Gebäude. Die Gesamtkosten für das Projekt, dessen Umsetzung für 2016 vorgesehen ist, liegen bei 2,2 Millionen Euro.