Iserlohner Gemeinnützige...
Investitionskurs wird fortgesetzt
02.09.2010 | 18:44 Uhr 2010-09-02T18:44:00+0200
Iserlohn.Nachdem die Ideen von Peter Treudt und Klaus Stinn zum Erhalt des Schlieperblocks am Mittwoch publik wurden, wollte Holger Lohrbach bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2009 der Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft am Donnerstag eigentlich gar nichts mehr zum Thema sagen.
Gemeinsam mit der IGW-Aufsichtsratsvorsitzenden Renate Brunswicker machte der Geschäftsführer dann aber doch noch einmal den Standpunkt des Eigentümers deutlich: „Die genannten Zahlen passen überhaupt nicht“, sagte Lohrbach mit Blick auf die prognostizierten Sanierungskosten. Zudem lasse sich eine Kaltmiete von 8,50 Euro bei Wohnflächen von bis zu 170 Quadratmetern dort nicht realisieren, verdeutlichte der Technische Prokurist Gerhard Rademacher. Mit den Initiatorinnen des von den Ideengebern ins Spiel gebrachten Beginenhofes hat Lohrbach indes bereits vorher Gespräche geführt: „Die sind an dem Standort gar nicht interessiert, weil er nicht zentral genug ist.“ Renate Brunswicker ärgerte sich besonders, dass die IGW „nach zwei Jahren Vorarbeit schon sehr weit auf dem Weg Richtung Abriss und Neuplanung war und nun plötzlich noch gestoppt wird.“ Auch das öffentliche Umschwenken des zuständigen Fachmanns der Landesdenkmalbehörde in Münster, Dr. Hans Hanke, kritisierte sie: „Es hätte sich gehört, nachdem man über einen so langen Zeitraum in intensiven Gesprächen war, zumindest zuvor noch mal Rücksprache zu halten.“
Ein erfreulicheres Thema stellte für die Drei das Geschäftsjahr 2009 dar, das mit einem planmäßigen Überschuss von 620 000 Euro abgeschlossen werden konnte. Und das obwohl nach der Rekord-Investitionssumme von 4,3 Millionen Euro in 2008 im vergangenen Jahr weitere 3,5 Millionen Euro in Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung geflossen sind. Und die selbe Summe soll auch in diesem Jahr noch einmal investiert werden, auch wenn dadurch, so Lohrbach, das Ergebnis planmäßig leicht ins Minus rutsche. „Im nächsten Jahr sind wir dann wieder auf dem Weg Richtung Null“, sagte er mit Blick auf den momentan noch „kleinen Investitionsstau“, der sukzessive abgebaut werden solle. „Der Aufsichtsrat steht voll hinter diesem langfristigen Kurs“, machte Renate Brunswicker deutlich, zumal die sanierten Wohnungen stets direkt vermietet werden konnten. „Es gibt eine gewisse Erwartungshaltung und gestiegene Ansprüche“, verwies Lohrbach auf das weiterhin große Angebot auf dem Iserlohner Wohnungsmarkt. Lediglich bei Wohnungen mit günstigen Mieten sei eine verstärkte Nachfrage zu verzeichnen, und damit sei auch der Spielraum für Mieterhöhungen selbst nach Modernisierungen sehr gering. „Und die müssen auch immer sozial abgewogen werden“, erinnerte der Geschäftsführer an den Auftrag der IGW, „breite Schichten der Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen“.
Nach dem Verkauf von Einzelobjekten im Grüner Tal gehören zum IGW-Bestand derzeit noch 2150 Wohnungen - davon 128 seniorengerecht ausgebaue -, 19 Läden und sonstige Objekte sowie 262 Garagen und Einstellplätze. Zudem werden 864 Wohnungen, 30 Läden und 507 Garagen und Stellplätze für andere Besitzer verwaltet. Erfreulich: Die acht auf dem Dördel errichteten Miet-Reihenhäuser sind in der vergangenen Woche fertig gestellt und bereits komplett bezogen worden. Der gesamte Leerstand konnte laut Lohrbach von 10,6 auf 7,6 Prozent reduziert werden. „Und ohne den Schlieperblock, den wir ja nicht mehr neu vermieten, wären es nur 5,1 Prozent.“
12:00
es wäre doch okay wenn nur zb 6 häuser oder so erhalten bleiben und die restlichen abgerissen werden und die nörgler ihre schönen standard 6 parteienhäuser da hin gebaut bekommen, wie sie schon überall stehen. wenn man sich mit einem vernünftigen architekten zusammen setzt haben diese alten gebäude auf jeden fall ein potential, neuer anstrich und nen netten vorgarten davor, schon ändert sich das erscheinungbild.
13:15
Gerne bin ich bei der Initiative für den Abriss dabei. Selbst unsere Nachbarn haben schon etwas in der Art vorgeschlagen.
22:56
Lass uns dich ne Bürgerinitative FÜR den Abriss des Blockes bilden!!!