Internationaler Wirtschaftswettbewerb startet
18.02.2009 | 19:24 Uhr 2009-02-18T19:24:00+0100
Iserlohn. Zum dritten Mal treten ab dem 9. März junge Leute aus aller Herren Länder beim „Rubicon”-Wirtschaftswettbewerb an. Ausrichter sind auch diesmal wieder Studenten der BiTS.
Aus Kanada, Spanien, Indien, Honduras, Großbritannien, Lettland, Zypern und vielen anderen Ländern reisen sie Anfang März nach Iserlohn: Etwa 80 Studenten der Wirtschaftswissenschaften sind in diesem Jahr beim „Rubicon”-Wettbewerb vertreten.
Die organisatorischen Fäden laufen in einem Büro im BiTS-Gebäude zusammen: Hier sitzt die studentische Unternehmensberatung „b.one”. Elf junge Frauen und Männer arbeiten ehrenamtlich und unabhängig von der Hochschule an der Vorbereitung von „Rubicon” mit. Dennoch gibt es von der BiTS jede Menge Unterstützung, wie Florian Hintze erklärt: „Wir haben hier unser Büro, der Wettbewerb an sich findet hier statt, die Dozenten helfen bei der Erstellung der Aufgaben.” Denn beim Wettbewerb müssen die Teilnehmer ein Planspiel und Fallstudien zum Thema „Green Business Management” bearbeiten und vor einer Jury aus Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren.
Der Brückenschlag zwischen Unternehmen und Studenten soll durch den Wettbewerb gelingen. „Wir wählen extra relativ realitätsbezogene Fallstudien aus, damit die Firmen auch etwas davon haben”, so Tim Teetz. So gelang es im Vorfeld bereits, einem Unternehmen in Honduras über „Rubicon” Praktikanten zu vermitteln. Neben der Wirtschaft - viele Partner aus Iserlohn und der Region unterstützen das Ganze - profitieren natürlich in erster Linie die Studenten. „Wir lernen dabei wahnsinnig viel - im Studium gibt's die Theorie, bei ,Rubicon' die Praxis. So manches Aha-Erlebnis hatten wir schon”, verrät Friederike Schnittker. Sie war bereits in den vergangenen Jahren dabei und weiß: „Jeder Haken an unserer To-Do-Wand ist ein positives Zeichen.” Denn trotz des Lerneffekts haben die Studenten schon gemerkt, wie weit Theorie und Praxis im Alltag auseinanderliegen können. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel zu tun ist”, gesteht Florian Fiala.
Denn neben der Aufgabenstellung für den Wettbewerb sind die Studenten auch damit beschäftigt, für die Teilnehmer Unterkünfte, ein Freizeitprogramm mit Partys und einer Gala zu organisieren. Ein solch' aufwändiger Wettbewerb mit internationaler Beteiligung benötigt selbstverständlich Sponsoren. „Die Finanzkrise bekommen wir stark zu spüren. Im Moment zeigen sich Unternehmen - auch wenn sie sich sozial engagieren - sehr zurückhaltend beim Sponsoring”, so Florian Hintze. Und: „Würden wir alle Kosten durch Teilnahmegebühren decken wollen, wäre es unmöglich, die besten Köpfe nach Iserlohn einzuladen, somit innovative Impulse zu erhalten und einen fordernden Wettbewerb auszutragen.” Selbst ohne Finanzkrise war es schon schwierig, sodass „Rubicon” in diesem Jahr erstmals nicht parallel zum Campus Symposium stattfindet, um noch mehr Sponsoren finden zu können.
Das elfköpfige Team, das sich die Organisation als Praktikum anrechnen lassen kann, hat den Anspruch auf Professionalität. „Trotzdem stehen interkulturelle Kontakte und nicht zuletzt der Spaß im Vordergrund”, sagt Friederike Schnittker.
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