Initiative will den Veranstaltungsort Parkhalle erhalten

„Rettet die Parkhalle“ fordern Dr. Martina Hahn-Hübner (mit Kristin-Marie), Klaus Krewett, Christoph Panne, Peter Ewert und Corinna Freiburg, die beim Schützenfest auf der Alexanderhöhe für den Erhalt der Halle als Festhallenstandort in bisherigem Umfang für 20 Jahre Unterschriften sammeln wollen
„Rettet die Parkhalle“ fordern Dr. Martina Hahn-Hübner (mit Kristin-Marie), Klaus Krewett, Christoph Panne, Peter Ewert und Corinna Freiburg, die beim Schützenfest auf der Alexanderhöhe für den Erhalt der Halle als Festhallenstandort in bisherigem Umfang für 20 Jahre Unterschriften sammeln wollen
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Initiative „Rettet die Parkhalle“ hat etwa die Hälfte der Unterschriften für Bürgerbegehren zusammen: Am Dienstag traf sie sich zum Gespräch mit der Verwaltungsspitze über die Zukunft der Alexanderhöhe.

Iserlohn..  Reges Treiben auf der Alexanderhöhe, wo der Aufbau für das IBSV- Schützenfest in vollem Gange ist. Das Zelt hinter der Parkhalle steht schon, einige Absperrungen rund ums Gelände auch. Für den Erhalt der Parkhalle als Festhallenstandort in bisherigem Umfang – zunächst einmal für 20 Jahre – hat die Initiative eines Bürgerbegehrens nach eigenen Angaben bereits etwa die Hälfte der erforderlichen 4700 Unterschriften zusammen, schätzen Dr. Martina Hahn-Hübner, Klaus Krewett und Christoph Panne. „Auf dem bevorstehenden Schützenfest, bei der Musikparade und in der Stadt wollen wir weiter sammeln“, macht Klaus Krewett deutlich. Seine Mitstreiter und er haben dazu auch Buttons produzieren lassen mit dem Slogan: „Rettet die Parkhalle“.

Nach dem jüngsten Ratsbeschluss und dem Schulterschluss zwischen der CDU und der SPD für den Parktheater-Anbau, der 1000 Besuchern Platz bietet, sieht die Initiative keinen Grund, sich zurückzulehnen. Christoph Panne vermutet vielmehr politisches Kalkül dahinter, um im Vorfeld der anstehenden Bürgermeisterwahl Ruhe in die Parkhallen-Diskussion zu bringen.

Weiterhin Belästigungen durch Lärm und Verkehr

Viele Fragen seien auch nach dem Informationsgespräch am Dienstag mit der Verwaltungsspitze ungeklärt: angefangen vom seit 20 Jahren fehlenden Verkehrskonzept für die stark frequentierte Alexander­höhe bis hin zu der Vermarktung der Halle, deren Betrieb mittlerweile unwirtschaftlich geworden ist. Fanden dort im Jahr 2010 noch 53 Veranstaltungen statt, sind für das laufende im Jahr gerade noch einmal 20 angemeldet. Und auch mit dem geplanten Theateranbau werde es weitere Verkehrs- und Lärmbelästigungen geben, schätzen Krewett und seine Mitstreiter, die weiterhin daran mitwirken wollen, den zentralen Veranstaltungsort Alexanderhöhe zu erhalten. „Dazu werden wir auch Lösungen erarbeiten“, kündigt er an. Auszuloten sei auch, ob man mit Lärmschutzwänden, einer Bewaldung oder anderen Maßnahmen weiterkomme. Das gelte auch für die Vermarktung, die man nicht alleine der Stadt überlassen solle. Krewett schlägt die Einbeziehung von Privaten, Vereinen und Fachleuten vor und bietet an: „Wir werden das Projekt weiter begleiten.“

Nach dem Informationsaustausch mit Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und seinem Referenten Karl Fels, Baudezernent Mike Janke und Ordnungsdezernent Klaus Peter Knops sehen sich die Initiatoren des Bürgerbegehrens keineswegs beruhigt. Denn der angedachte Parktheater-Anbau solle nur etwa 500 Quadratmeter groß sein und somit nicht alle Veranstaltungen aufnehmen können, die bisher in der Parkhalle stattfinden, die 1300 Quadratmeter groß ist. Dort seien zwar traditionelle IBSV-Veranstaltungen vorgesehen, nicht aber Abi-Feten, Hochzeiten und Trödelmärkte.

575 000 Euro für Abriss im Haushalt für 2016 reserviert

Auch wenn derzeit alle Beteiligten davon ausgehen, dass es die Parkhalle noch lange geben wird, sind im städtischen Haushalt für 2016 bereits vorsorglich Mittel in Höhe von 575 000 Euro für ihren Abriss eingeplant. Nach städtischen Kosten­schätzungen fallen für die Sanierung und Erhaltung der Halle für einen Zeitraum von 20 Jahren rund 12,7 Millionen Euro an. Klaus Krewett machte deutlich, dass er die Zahlen als zu hoch angesetzt ansieht. Die Initiative wolle „die wirklichen Kosten für die Erhaltung“ recherchieren.

Für die Sportkegler werden als mögliche alternative Spielstätten die kleine Hemberghalle oder die Kegelbahn in der Gaststätte am Heidebad geprüft, hieß es nach dem gestrigen Gespräch mit der Verwaltungsspitze.