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Schluss mit Tempo-Messung per Video-Motorrad

In Schräglage ungenau

31.03.2010 | 17:04 Uhr
In Schräglage ungenau

Iserlohn/Kreis. Die Motorradsaison steht kurz vor ihrem Start, da sorgt eine Mitteilung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig für Kopfzerbrechen bei der Polizei. Es geht um die Messgenauigkeit von „Kamera-Motorrädern” bei Geschwindigkeitsverstößen.

Wie die Bundesanstalt unter anderem einem deutschen Hersteller von Video-Verkehrsüberwachungsanlagen mitteilt, lägen jetzt neue Informationen bezüglich der „Einflüsse bei Kurvenfahrten in Situationen mit extremer Schräglage” vor. Bei diesem Effekt sei durch die Schrägstellung des Reifens der Abrollumfang verringert, wodurch Messwerte für die Wegstrecke und die Geschwindigkeit „systematisch zu groß” berechnet würden. In Bayern, so heißt es in der Mitteilung weiter, sei die Stilllegung von Polizeimotorrädern mit Videonachfahrsystem bereits veranlasst worden.

Wie Dieter Bruder, Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, werden die beiden von Kamera-Augen unterstützten Motorräder der Märkischen Polizei nicht mehr für Geschwindigkeitsmessungen eingesetzt. „Ein entsprechender Beschluss wurde vom Innenminister des Landes erlassen”, so Erster Polizeihauptkommissar Dieter Bruder. Demnach seien Geschwindigkeitsmessungen nur noch auf gerader Strecke verwertbar. „Und fragen Sie sich mal, wo es bei uns diese langen Graden gibt - insbesondere auf den von Motorradfahrern beliebten Strecken”, sagt Dieter Bruder.

Die High-Tech-Maschinen müssen allerdings nicht in der Garage eingemottet werden. „Alle anderen bisherigen Einsatzfelder können wir weiterhin bedienen”, erklärt Bruder, dem jetzt ein wichtiges Werkzeug fehlt im Kampf gegen „sozialschädliches Verhalten” im Straßenverkehr. Denn natürlich war die Geschwindigkeitsmessung mit gleichzeitiger Videoaufzeichnung ein auch pädagogisch wertvolles Mittel, um Verkehrsteilnehmern ihr Fehlverhalten direkt nach dem Vergehen vor Auge zu führen.

Interessant dürfte das Untersuchungsergebnis der Bundesanstalt auch für Verkehrsteilnehmer sein, gegen die aktuell ein Bußgeldverfahren wegen einer Tempo-Messung mit dem Video-Motorrad läuft und noch nicht abgeschlossen ist. „Sie können sich in jedem Fall und mit guten Chancen auf Erfolg gegen die gegebenenfalls ungenaue Messung wehren”, so der Iserlohner Rechtsanwalt und Verkehrsrechts-Experte Michael Heymann.

Stefan Janke



Kommentare
18.05.2010
16:12
In Schräglage ungenau
von alste | #13

@baccaru
Dass Dich noch keiner überholt hat, liegt doch sicherlich an dem riesen Brett, das Du vor dem Kopf hast. Oder bist Du da anderer Meinung?

21.04.2010
21:43
In Schräglage ungenau
von CyberDuc | #12

Das ganze Tempo prüfen auf kurvebreichen strecken ist fürn ARSCH. Damit wird hauptsaechlich versucht leute abzuzocken die keine funktionierende Lobby haben Ist bei Individualisten auch schwer und die trotzdem Zahlungsfähig sind. PERFEKT um Kohle abzuzocken. Mehr ist das nicht, die Sicherheit auf deutschlands Strassen wrd dadurch nicht erhöht.

11.04.2010
13:54
In Schräglage ungenau
von Lenux | #11

Jetzt kann man sich einmal mehr aufs Fahren konzentrieren und muss zumindest den Provida z.B. auf kaputtregulierten 50er-Strecken nicht fürchten.

07.04.2010
19:23
In Schräglage ungenau
von Mr. Sunny | #10

@baccaru: Dich hat noch keiner überHOHLt? Das trifft den Nagel auf den Kopf...

07.04.2010
15:26
In Schräglage ungenau
von XL600V | #9

Ich finde es gut das ein gerät mit hoher Messunsicherheit wieder zurückgezogen wird.
ein gutachter der sich mit dem thema beschäftigen musste hat in einem motorradforum ein Thema aufgemacht und um anregugen zum messverfahren gefragt.(um anregungen zu bekommen an die man sonst vielleicht nicht gedacht hätte).
dabei sind so viele fragen aufgeworfen worden, die nicht gesetzlich geregelt sind, das das ganze messverfahren sehr ungenau macht.
alleine die frage wo wird die geschwindigkeit am motorrad gemessen?
am unteren ende des reifens oder am helm? das macht in einer kurve schon ne menge aus.
und dann gab es noch viele weitere punkte die das messergebnis ungenau machen.

meine meinung wenn das system ausgereift ist und die messpunkte etc. genau geregelt sind, sollte das provida motorrad wieder eingesetzt werden.

06.04.2010
09:05
In Schräglage ungenau
von baccaru | #8

Bin ich doch gerne........ und das beste ist, ich kann es mir leisten.................. Wenn Du mal hilfe brauchst melde Dich...............

06.04.2010
01:27
In Schräglage ungenau
von hawkwind | #7

@ etteette(02.04.2010)
Da liegst du völlig falsch. Die meisten Unfälle werden durch blinde PKW-Fahrer verursacht.Die Unfälle durch Motorradfahrer werden nur aufgebauscht, weil das Risiko höher ist.
Ausnahmen gibt es immer.
@baccaru
Du bist ein Spinner
@Smartdriver
Dan wären wohl die Radfahrer eher fällig.
Die haben ja anscheinend einen Freibrief.

02.04.2010
22:34
In Schräglage ungenau
von baccaru | #6

Hura............. aber für mich nichts neues...... Ob Provida oder normal Motorrad Fahrer, mich hat eh noch keiner überhohlt........................
Aber wenn die Polizei mal einen fähigen Fahrer sucht, können die sich gerne bei mir melden.......... :)
Ich freu mich riesig für alle Motorradfahrer und Kurvenjunkis.................... :)

02.04.2010
13:49
In Schräglage ungenau
von etteette | #5

@3
ich habe nichts gegen Motorradfahrer wie ich auch nichts gegen Autofahrer habe - wenn sich alle wenigstens annhähernd an die Vorschriften halten - aber schlechte Gegenbeispiele gerade auf Motorradfahrerseite machen rigorose Kontrollen leider nötig

01.04.2010
21:10
In Schräglage ungenau
von versyso | #4

ist vielleicht auch eine verfrühte 1.April Meldung

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