Huck und Jim fesselten das junge Theater-Publikum
15.11.2011 | 16:39 Uhr 2011-11-15T16:39:00+0100
Iserlohn. Es ist immer wieder spannend, wenn das Große Haus des Parktheaters voller Schulkinder ist, die sich - der ein oder andere vielleicht sogar zum ersten Mal - eine „echte“ Theaterführung ansehen. Chancen dazu gibt es bekanntermaßen reichlich in der Reihe „Echt krass -Theater4you“, die gestern das Stück „Huckleberry Finn“ in einer Aufführung des Jungen Theaters Bonn zeigte.
Eine ordentliche Geräuschkulisse erfüllte noch kurz vor Beginn die Sitzereihen, doch schon bei der Begrüßung durch Theaterdirektor JoJo Jostmann wurde es deutlich stiller. Und spätestens als die Geschichte um den elternlos aufgewachsenen Huck und den Sklaven Jim, die von Zuhause fliehen, um sich den Traum von einem besseren Leben zu erfüllen, begann, waren schließlich alle Mädchen und Jungen voll bei der Sache. Das lag zum einen an Mark Twains Geschichte, die zu den absoluten Klassikern der amerikanischen Literatur gehört und nicht nur spannend ist, sondern auch ein Bild der sozialen Zustände im damaligen Amerika zeichnet. Zum anderen wurde das junge Publikum von einem aufwendigen Bühnenbild gefangen und erlebte ein starkes Ensemble, in dem durchaus auch Gleichaltrige als Darsteller zu erleben waren. Dass die unterhaltsamen 100 Minuten „Huckleberry Finn“ fast wie im Flug vergingen, damit hatte wohl keiner am Anfang gerechnet.
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