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Horst Becking zeigt seine Liebe zu Büchern

15.02.2012 | 17:13 Uhr
Horst Becking zeigt seine Liebe zu Büchern
Horst Becking (li,) im Gespräch mit Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank, Silke Weidenhammer. Leiterin Kommunikation, Harald Schepper, Märkische Bank Iserlohn, und Patricia Benthien vom Kulturbüro Iserlohn (v.li.). Foto: Josef Wronski

Iserlohn.„Ich bin froh wieder hier ausstellen zu können“, sagt Horst Becking, dessen Ausstellung „Und immer noch schaut ein Wort hervor“ am Sonntag, 19. Februar, um 11.30 Uhr im Parktheater eröffnet wird.

75 Jahre ist Becking in diesen Tagen geworden. Anlässlich dieses Ehrentages zeigt das Parktheater mit Unterstützung der Märkische Bank Stiftung diese Werkschau mit Bildern, Radierungen, Büchern und Künstlerbüchern des Hagener Malers. Sein Bild „Unter dem Regenbogen leuchtet ein Zauberberg“ ziert das aktuelle Spielzeit-Plakat 2011-2012 vom Parktheater. Inspiriert habe ihn dies auch zum gleichnamigen großformatigen Bild, das als Hauptwerk der Ausstellung erstmals zu sehen ist und - natürlich - das Wort „Inspiration“ beinhaltet. „Viele der gezeigten Arbeiten sind noch nie öffentlich gezeigt worden, oder aber erst in den letzten Wochen und Monaten entstanden“, verrät Becking beim Rundgang. So farbig und leuchtend sind zahlreiche andere Bilder auch. Einen besonderen Raum hat sich der Jubilar für seinen Bonhoeffer-Zyklus „Vergangenheit“ ausgesucht, das untere Foyer. Zehn Radierungen und zwei Holzschnitte, inspiriert von Dietrich Bonhoeffers Briefen aus dem KZ an seine Verlobte, sind dort im „Raum der Stille“ zu sehen.

„Worte und Bilder gehören für mich schon lange zusammen. Was lag also näher, als dass ich beides noch enger miteinander verbinde“, so erklärt Becking seine Leidenschaft für Bücher, die er seit den 60erJahren gestaltet. „Sie sind ein wichtiger Teil von mir geworden. Bücher, zu denen ich Bilder malte, Bilderbücher mit Gedichten, Bücher mit meinen Texten und meinen Bildern, Kataloge mit Texten zu meinen Bildern, Tagebücher und Reisebücher sind seitdem entstanden.“ Aber auch, das erzählt er im Gespräch, auch immer wieder Bücher für seine Frau Sigrid. Von diesen Künstler-Büchern waren bislang nur einige ausgestellt, andere befinden sich in Sammlungen von Liebhabern, die - wie Horst Becking selber - an den gebastelten, collagierten, geklebten und bemalten Kunstwerken Gefallen finden. Die zweite große Werkschau im Parktheater zeigt diese Bücher, zum großen Teil erstmals - in großen Vitrinen.

Bei den neueren Arbeiten fallen Serien auf, die auf antiquarischen Notenblättern entstanden sind. „Ich arbeite gerne nach dem Material“, gesteht Becking, und das kann sehr vielfältig sein. Vom groben Leinen bis hin zu Bühnenausstattung, die Becking mit Farbe wieder neu erweckt.

Zur Ausstellungseröffnung spricht Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens. Im Anschluss führt Kultur-Redakteur An­dreas Thiemann in das Werk ein. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und ein Plakat. Die Ausstellung ist bis zum 30. März an allen Vorstellungstagen jeweils eine Stunde vor Beginn, oder nach Absprache unter 217-1819 zu sehen.

Ulrich Steden

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