Hommage an Siegfried Karow
02.03.2011 | 17:26 Uhr 2011-03-02T17:26:00+0100
Iserlohn.„Dieser Scherz stammt von Heinz Erhardt, man muss ja heutzutage auf die Fußnoten achten“, konnte sich Renate Brunswicker einen kleinen Seitenhieb auf die am Sonntag noch schwelende und auf ihren Höhepunkt zusteuernde Plagi-
Am Sonntagabend stand Renate Brunswicker aber nicht als CDU-Ratsfrau vor dem Publikum im ausverkauften Parktheater, sondern als Moderatorin des großen Gala-Konzertes „Musik ist Trumpf“. Und im Mittelpunkt stand ausnahmsweise auch nicht Karl-Theodor zu Guttenberg, sondern Siegfried Karow, der sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feierte. Und die Lobeshymnen auf den Leiter der Bläserphilharmonie „Black and White“, der als ehemaliger Musikschullehrer, Konzerthornist und Leiter verschiedener Blasensembles das Musikleben Iserlohns über viele Jahre hinweg geprägt hat, wollten kaum abbrechen. Allein, dass das Große Haus sich bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, bezeichnete Renate Brunswicker als „Hommage der Iserlohner an Siggi Karow“. Landrat Thomas Gemke übernahm die offizielle Laudatio zu Beginn des Konzertes und lobte Karow neben seinen musikalischen Leistungen besonders dafür, dass er durch die Musik so viele Begegnungen unter den Menschen im Märkischen Kreis initiiert hatte. Und im weiteren Verlauf des Konzertes hielt es auch Wolfgang Menzel, langjähriger Saxofonist bei „Black & White“, nicht mehr auf seinem Sitz. Mit den Worten „Wenn Siegfried ruft, sind wir immer da“, überreichte er dem sichtlich gerührten Jubilar einen dicken Strauß Blumen.
Ein festes Ensemble leitet Siegfried Karow nicht mehr, weswegen er tatsächlich einmal im Jahr seine Mitstreiter anruft, um in nur wenigen Proben ein solch großes und buntes Programm als Benefizkonzert für einen guten Zweck auf die Beine zu stellen, das auch am Sonntag wieder das Publikum begeistert hat. Mit bekannten Stücken von Mozarts Klarinettenkonzert (Solo: Bea Sturm) bis zu einem flotten Michael-Jackson-Medley und von berühmten Arien und Balletten aus der Welt der Oper bis hin zu modernen Chansons und Shantys bot er erneut eine große musikalische Bandbreite, die gut ankam. Unterstützt wurde er dabei vom Iserlohner Shanty-Chor „Romantik Sailors“ und der Hagener Ballettschule Ivancic sowie von einigen wunderbaren Gesangsolisten aus Iserlohn und Umgebung.
Neben dem Tenor Ingmar Klusmann und der Chanteuse Nina Tripp, die schon oft die Konzerte von Siegfried Karow bereichert haben, steuerte auch die junge Hemeraner Sopranistin Cordula Goller-Kickermann eine Arie bei. Für das Iserlohner Publikum war aber die ebenfalls aus Hemer stammende und in Köln studierende Sopranistin Christina Troue die besondere musikalische Entdeckung des Abends. Nachdem sie bereits bei der Feuerwerksmusik im Rahmen der Landesgartenschau bejubelt wurde, wurde sie nun auch in Iserlohn schon vor der Pause mit Bravo-Rufen bedacht. Zum großen Finale gesellten sich noch eine Dudelsackspielerin und ein Trommler zu der mehr als 100-köpfigen Mannschaft auf der Bühne.
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