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Langer Wunschzettel

Holger Lohrbach neuer Mann an der IGW-Spitze

10.01.2008 | 16:46 Uhr
Holger Lohrbach neuer Mann an der IGW-Spitze

Der neue Mann bekommt alle Freiheiten und soll sie im Sinne der Stadt und des Unternehmens durchaus auch zu Experimenten nutzen.

Holger Lohrbach, neuer Geschäftsführer der Iserlohner gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft, stattete gestern seinen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Klaus Müller ab.   Mit von der Rathaus-Partie: Die IGW-Aufsichtsratsmitglieder Renate Brunswicker und Ute Pinzler sowie Noch-Geschäftsführer Ralph P. Oehler. 

Die Verantwortlichen bei der IGW und in der Verwaltungsspitze setzen große Hoffnungen in den Neuen, der zuvor bei der „Neue Lübecker norddeutsche Baugenossenschaft” und damit bei  der bundesweit größten Wohnungsbaugenossenschaft als Abteilungsleiter und Prokurist im Bereich Vermietung in verantwortlicher Position  beschäftigt war. „Neue Ideen”, so Aufsichtsratsvorsitzende Renate Brunswicker,  werden von Lohrbach erwartet, um die IGW den aktuellen Anforderungen des Wohnungsmarktes anzupassen. Für Ute Pinzler etwa stellt der demographische Wandel und der Ausbau des Service-Angebotes der Gesellschaft eine Aufgabe mit Priorität dar, während Ralph Oehler auf die stetige  Zunahme bei den Einpersonen-Haushalten und die hieraus resultierende Nachfrage nach kleineren Wohnungen sowie  die geänderten Marktbedingtungen aufgrund der wirtschaftlichen Situation vieler Familien hinweist. Denkbar auch, dass der neue Geschäftsführer angesichts des aktuellen Überangebotes auf dem Wohnungsmarkt Entscheidungen zum „kontrollierten Abriss” von unwirtschaftlichen Immobilien treffen muss. Und überdies, so der einhellige Wunsch des Aufsichtsrates, soll der 45-Jährige neben einem allgemeinen Modernisierungsprogramm insbesondere die IGW-Bestände im innerstädtischen Bereich wieder attraktiver machen für junge Familien.

Ein langer Wunschzettel, dessen Abarbeitung sich  der Vater eines Sohnes  indes durchaus gewachsen fühlt. Gegenwärtig allerdings, so Holger Lohrbach, müsse er sich erst mit dem Bestand des Unternehmens vertraut machen, um dann festzustellen, an welchen Stellen er den Hebel ansetzen kann und muss. Den besonderen Reiz seiner neuen Aufgabe sieht Lohrbach darin, dass es sich bei der IGW mit ihren 2500 Wohneinheiten um eine „städtische, regional konzentrierte und überschaubare” Gesellschaft handele. Ein Vorzeigeobjekt, das den IGW-Weg in die Zukunft weist, hat er allerdings bereits in Augenschein genommen: Die Bergwerkstraße  20, deren Grundsanierung zu einer Investitions-Kettenreaktion in der Straße sorgte, hält Lohrbach für vorbildlich nah am Ideal: „So etwas sieht man selbst in Hamburg nicht so oft.”  

Thomas Pütter

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