Höhenfeuerwerk als Krönung

René Osterhage war den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, die Feuerwerksbomben in den Abschussrohren zu platzieren und zu verbinden.
René Osterhage war den ganzen Nachmittag damit beschäftigt, die Feuerwerksbomben in den Abschussrohren zu platzieren und zu verbinden.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Zu den Höhepunkten der Osterkirmes zählt das Feuerwerk am Freitagabend. Verantwortlich dafür sind René Osterhage und sein Team.

Iserlohn..  Als am späten Freitagabend die „Ohs“ und „Ahs“ aus ungezählten Kehlen erklangen, war die größte Arbeit für René Osterhage und sein vierköpfiges Team getan. Auch der Chef von „Westfälisches Feuerwerk“ hatte sich unter die Zuschauer von „Seilersee in Flammen“ als Höhepunkt der Osterkirmes gemischt, um die Effekte möglichst gut sehen zu können.

Zünden konnte das Pyrotechnik-Team das Höhenfeuerwerk nämlich mittels Funksteuerung. „Vor fünf, sechs Jahren war das anders, da mussten wir etwa zwei Kilometer Kupferkabel verlegen. Das, was heute durch den Verzicht auf die teuren Kabel eingespart wird, kann dann für die Feuerwerksbomben investiert werden.“ 400 solcher Bomben hatten Osterhage und Mitarbeiter bereits am Donnerstag acht Stunden lang vorbereitet, unter anderem gehört dazu das Verbinden der einzelnen Feuerwerksbomben mit Vorbrenner-Ketten.

75 bis 100 Millimeter Kaliber verwendet Osterhage für das Seilersee-Spektakel. „Mehr geht leider nicht, weil der Abstand zur Autobahn nicht groß genug ist.“ Trotzdem konnten die Bomben eine Höhe von bis zu 150 Metern erreichen, nachdem sie die eigens aufgestellten Abschussrohre verlassen hatten. Im Abstand von drei Sekunden, so hatten es die Fachmänner geplant, leuchteten die einzelnen Effekte in Gold, Grün, Rot und anderen Farben etwa eine Viertelstunde lang über dem Seilersee, wo Osterhage zum dritten Mal im Einsatz war. Und diesmal waren auch die Wetterbedingungen aus Pyrotechniker-Sicht perfekt: „Leichter Wind, trocken – mehr geht nicht.“