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"Jugend musiziert"

Höchstleistungen vom Nachwuchs

09.02.2010 | 17:02 Uhr
Höchstleistungen vom Nachwuchs

Iserlohn. Die Iserlohner Musikschule hat beim Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" erneut herausragende Ergebnisse erzielt. Am Sonntag spielten einige Talente im Preisträgerkonzert.

Kinder, die mit der Verve großer Virtuosen aufspielen, Lehrer, die bei jedem Ton ihrer Schüler mitfiebern, Jugendliche, die vor Nervosität zittrige Finger kriegen, und Eltern, die beim abschließenden Gruppenbild ein Blitzlichtgewitter wie bei einer Promi-Pressekonferenz loslassen - das Preisträgerkonzert zu „Jugend musiziert” ist jedes Mal wieder ein ganz besonderes Schauspiel, zumal den Besuchern alljährlich absolute Höchstleistungen geboten werden.

In diesem Jahr hatten die Streichinstrumente in der Solo-Wertung, die Holz- und Blechbläser in der Duo-Wertung mit Klavier und die Harfen-Ensembles in der Ensemble-Wertung die Chance, bei dem von der Sparkasse Iserlohn unterstützten Wettbewerb Punkte zu sammeln und Preise zu erzielen. 33 Iserlohner Schüler traten dabei auf der ersten regionalen Ebene in fünf Kategorien vor die Jury und gaben ihr Bestes. Einige Schüler traten gleich in mehreren Wertungen an. 28 erste Preise, sechs zweite Preise und zwei dritte Preise haben die Iserlohner Kinder und Jugendlichen dabei eingeheimst, was erneut ein hervorragendes Ergebnis ist. Zudem wurden 16 Schüler mit der „Weiterleitung zum Landeswettbewerb” ausgezeichnet, die sich nun im März mit den besten Nachwuchsmusikern aus ganz NRW messen dürfen. Einige von ihnen hatten am Sonntagvormittag ihren großen Auftritt und durften bei dem Preisträgerkonzert im Konzertsaal der Musikschule ihre Wettbewerbsbeiträge noch einmal vor heimischem Publikum vorspielen.

Alle haben ihre Sache fabelhaft gemacht - von den drei Harfen-Ensembles, die am Sonntag den Anfang machten, bis zu den vier Bläsern Jennifer Winkler (10/Querflöte), Manon Heider (14/Trompete), Johannes Busemann (16/Horn) und Arzu Herlemann (18/Querflöte), die den Schlusspunkt setzten. Wobei letztere im Duo mit vier Klavierschülerinnen auftraten, die ebenfalls atemberaubende Leistungen boten. Was Carolin Steinhauer (11), Anneke Hoffmeyer (13), Kerstin Wiegert (16) und Nicole Rose (14)

da boten, und wie solide und verlässlich sie die Solisten begleiteten, war sagenhaft.

Dazwischen waren die Streicher, zumeist begleitet von Klavierlehrern, an der Reihe; am Sonntag vertreten durch drei Cello-Schüler - Jakob Kaufhold (8), Daniela Noeske (8) und Clara Busemann (10) -, Lukas Nalbach (9), der Beiträge sowohl auf der Bratsche als auch auf der Geige bot, und sechs weiteren Geigen-Schüler, die von Mia Hohmann (8) bis zu Melina Falkus (17), die im vergangenen Jahr in der Duo-Wertung Geige/Klavier bis in den Bundeswettbewerb vorgedrungen ist, die ganze Bandbreite der Altersklassen boten - natürlich immer auf höchstem Niveau. Besonders zu erwähnen

Volle Punktzahl

ist dabei die elfjährige Lisa Nalbach, die beim Wettbewerb in drei Kategorien (Cello, Bratsche und Geige) antrat und drei erste Preise mit insgesamt 67 Punkten und einer Weiterleitung zum Landeswettbewerb zusammentrug. Oder Patrick Oppelcz (12), der einen Wahnsinns-Auftritt hinlegte und beim Wettbewerb alle 25 Punkte von der Jury bekam. Neben ihm erzielte nur noch der achtjährige Jakob Kaufhold am Cello die volle Punktzahl.

Hervorragend präsentierte sich auch die Riege der jungen Geigerinnen - neben Melina Falkus spielten am Sonntag Mareen Knoop (17) und Celeste Scheideler (15) -, die alle im Orchester des Musikschulleiters Paul Breidenstein die erste Geige spielen und nun auch beim Wettbewerb gut abgeschnitten haben.

Der große Fleiß, den alle Schüler - auch diejenigen, die am Sonntag nicht zum Zuge kamen - in den Wettbewerb gesteckt hatten, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nicht nur, weil es für jeden eine Urkunde von Vize-Bürgermeister Michael Scheffler und ein Blümchen gab, sondern vor allem, weil solche besonderen Ziele ein großer Ansporn und eine hohe Motivation ist, weiter engagiert am Ball zu bleiben.

Ralf Tiemann

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