Hochwasser-Einsätze in Erinnerung
16.01.2011 | 17:08 Uhr 2011-01-16T17:08:00+0100
Iserlohn.Die Naturgewalten haben das Jahr 2010 geprägt und weltweit Spuren der Zerstörung hinterlassen. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hochwasser – von Unwettern blieb auch die Waldstadt nicht verschont.
„Es hat Einsätze gegeben, die uns einiges abverlangt haben“, erinnerte Hauptbrandmeister und Löschgruppenführer der Löschgruppe Iserlohn Stadtmitte, Rolf Pieper, bei der Jahresdienstbesprechung am Freitag.
Rückblickend auf das vergangene Jahr waren bei der Löschgruppe vor allem die Hochwasser-Einsätze in Erinnerung geblieben. Pieper: „Wasser im Kuhstall, Wasser im Keller, und auch das neue Jahr hat angefangen wie es aufgehört hat: mit viel Schnee.“ Aber auch der schwierige Einsatz beim Großbrand des Restaurants „Waldhaus am Franzosenhohl“ im Juni ist allen in Erinnerung geblieben.
Genau 112-mal ging bei der Löschgruppe Mitte der Notruf ein. Darunter waren 52 Brände, 33 Hilfeleistungen wie Unfälle, Ölspuren, Gas-Alarm und Hochwasser. Aber auch Fehlalarm und eine böswillige Alarmierung habe es gegeben. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von vier Prozent“, so Pieper. 760Einsatzstunden sind geleistet worden – 35 Prozent weniger als in 2009. Allerdings kam die verglichene Zahl von 1060 Einsätzen durch die Ausnahmesituation „Weka“ zustande. In den Bereichen Ausbildung, Einsatz, Wach- und Hilfeleistung wurden 2680 Stunden geleistet – davon als Sicherheitswachen 291.
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft gab es im vergangenen Jahr: Hauptbrandmeister Hans Peter Persian ist seit Juni 35 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie Unterbrandmeister Klaus Büngener und Stefan Peters 25 Jahre. Befördert wurden Kirsten Sülberg zur Unterbrandmeisterin und Henryk Szefler zum Unterbrandmeister. In diesem Jahr gibt es sechs Beförderungen. Erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben Tobias Böll, Jan Huckschlag und Robert Röllecke (FMA), Michael Schroter (OFM), Peter Korte und Daniel Kestel (HFM). „Es ist heute eine historische Versammlung“, so Oliver Krause, Brandrat der Berufsfeuerwehr Iserlohn. Denn im Frühjahr soll das neue Gerätehaus am Ostbahnhof bezogen werden.
In diesem Jahr kommt auf die Iserlohner Feuerwehr ein Großereignis zu. Am 23. Juli findet im Hemberg-Stadion das Fußballturnier statt mit europäischen U19-Top-Clubs. Oliver Krause blickt schon voraus: „Das furchtbare Drama während der Loveparade in Duisburg hat uns unglaublich bewegt. Unser Konzept wird, wie auch bei Schützenfesten und anderen Veranstaltungen, ein hohes Maß an Sicherheit aufweisen.“
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