Heimsieg für Stenner-Schülerin

Über ihre Erfolge freuten sich Siegerin Lea Walter (r.) und Jana Bogena (3. Platz).
Über ihre Erfolge freuten sich Siegerin Lea Walter (r.) und Jana Bogena (3. Platz).
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Gymnasiastin Lea Walter war beim Regionalentscheidung von „Jugend debattiert“ erfolgreich

Iserlohn..  Die Stenner-Schülerin Lea Walter hat sich beim Wettbewerb „Jugend debattiert“, der am Mittwoch an dem Gymnasium stattfand, für den Landesentscheid im Bereich Sek I qualifiziert. Für Jana Bogena, ebenfalls Stenner-Schülerin, reichte es für einen guten Platz drei in der Sek II-Gruppe.

Ein Hauch von Beckmann, Kerner, Jauch und Co. wehte am Mittwoch durch die voll besetzte Aula des Stenner-Gymnasiums – nur eben ohne Beckmann, Kerner und Jauch. Und das war gut, denn Stichwortgeber werden hier auch gar nicht gebraucht, um auf der Bühne eine schwunghafte Debatte zu entfachen. Angetreten waren hier Jugendliche verschiedener Schulen zum Finale der Region, darunter als Lokalmatadoren mit dabei Schüler des Berufskollegs MK sowie des Stenner-Gymnasiums. Je vier Personen standen gleichzeitig auf der Bühne, die zwei Sieger qualifizierten sich für den Landesentscheid von „Jugend debattiert“, der am 20. März in Oberhausen stattfindet.

Die Argumente, die in der Debatte vorgetragen wurden, sind – vorsichtig formuliert – nicht mal eben so aus dem Ärmel zu schütteln: Während sich die Sek I-Schüler mit einem möglichen „Umweltpfand für Mobiltelefone“ beschäftigen, ging es in der zweiten Runde bei den SEK II-Gesprächsrunde um eine Impfpflicht für Masern.

Und bei der war etwa der Fall für Jakob völlig klar: „Die Impfpflicht muss her, in Berlin ist ein Kind gestorben, die Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit.“

Erst Vortrag halten und dann auf der Bühne debattieren

Jana, die spätere Drittplatzierte, hielt dagegen, zitierte das Grundgesetz, das Recht auf Unversehrtheit, auf die freie Entscheidung. Und: „In den Impfstoffen sind Gifte enthalten, Quecksilber und Aluminium.“ Auffällig: die Stenner-Schülerin ging stets auf die Argumente der Vorredner ein, sprach sie namentlich an. Zur Seite stand ihr Fabian, die Gegenseite wurde von Finn komplettiert, beide von auswärtigen Schulen. Bei den Diskussionen bekam jeder Schüler eingangs die Möglichkeit, zwei Minuten lang seine Argumente vorzutragen, dann wurde debattiert. Im Anschluss bewertete eine Jury unter anderem Sachkenntnis und Ausdrucksvermögen. Die jeweilige Position zu einem Thema wurde den Schülern zugelost. Die Sieger dürfen jetzt unter anderem an einem Kommunikationsseminar teilnehmen. Zu Gast waren CDU-Landtagsabgeordneter Thorsten Schick, der den Siegern ein Tagespraktikum anbot, und Monika Nienaber-Willaredt von der Bezirksregierung Arnsberg in Vertretung des Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann, dem Projekt-Paten.