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Come together

Harte Gitarrenriffs und einfühlsame Melodien

18.07.2011 | 16:46 Uhr
Harte Gitarrenriffs und einfühlsame Melodien
Come Together Festival 2011 im Floriansdorf Tom Beck

Iserlohn.(fabse) Gestandene Gitarristen mit markanten Tätowierungen an den Armen, die über die Bühne springen und der gut aussehende Beau, der zur Akustikgitarre greift und wundervolle Zeilen von Sehnsucht und der großen Liebe in das Mikrofon haucht. Schmachtfetzen im anspruchsvollem Gewand, druckvoller Punkrock mit deutschen Texten und nachhaltig schmetternde Pop-Stücke, deren Anspruch nicht in der Hookline endete, bestimmten Samstag das Programm beim Come together Festival von Radio MK. Das Open Air Konzert im Floriansdorf bot ein abwechslungsreiches Line-Up, bestehend aus Künstlern, die eigentlich nur gemein haben, dass die im Moment in den Lieblingslisten der Radiohörer obenauf die Spitzenpositionen inne haben. 2500 zumeist jugendliche Besucher bejubelten frenetisch die Auftritte von Stilfrei, Fabian Buch, Tom Beck, den Killerpilzen, The Black Pony und Jupiter Jones. Eigentlich sollte dort auch noch, der aus dem TV-Format „Das Supertalent“ bekannte Andrea Renzullo auf der Bühne stehen, aber aufgrund einer Erkrankung sagte der 15-jährige Sänger aus Sundern kurzfristig ab. Auch ohne seine Falsettstimme funktionierte das, was da auf der Bühne im Laufe des Tages passierte, überaus gut. Die Moderatoren Johanna Horn und Julian Mengler empfingen während ihrer Anmoderationen der Bands die Fans vor der Bühne mal locker lässig gekleidet und dann wieder in etwas ausgefalleneren Outfits. Julian gar auch sogar einmal in Feuerwehrmannkluft. Dass Julian Mengler zudem auch noch am Samstag seinen Geburtstag feierte, nahmen Stilfrei und The Black Pony gleich zum Anlass, dem Moderator gemeinsam mit den Fans musikalische Grüße zum Wiegenfeste zu machen. Mit Sonnenschein im Rücken eröffneten die Come together erfahrenen Musiker von Stilfrei den großen Pop-Rock-Concert-Tag.

Sängerin Nina Finkhaus, Jeroen Brüggemann (Bass und Gesang), Nico Schwarzpaul (Schlagzeug), David Klatt (Gitarre und Gesang) und Robin Sprott (Keyboard) konnten die fröhlich mitsingende Menge für sich einnehmen. Die bekannten und beliebten Gitarrenpop-Melodien von „Feuer & Eis“, „Freispiel“ oder „Dein Problem“ wurden gefeiert und die Lokalmatadore abschließend lauthals zu einer Zugabe gebeten. Die Umbaupause für den Auftritt von Fabian Buch nutzten viele Jugendliche dazu, sich Autogramme der Band zu holen. Der Andrang am Merchendise-Stand war gewaltig. Verspielten Pop und Singer-Songwriter-Wünsche erfüllte dann Fabian Buch mit seinem Auftritt. Der Newcomer ließ besonders die Mädchenherzen schmelzen, wenn ein „When You’re with Me“ oder „Head in the Clouds“ voller Sehnsucht erklang. Druckvoller und mit harten Gitarrenriffs samt deutschen Texten präsentierten sich die Killerpilze. Fabian Halbig, Johannes Halbig, Maximilian Schlichter konnten mit bei ihren musikalischen Aufrufen wie „Spring Auf“ ordentlich Bewegung ins Publikum bringen. Gelungene Vorarbeit also, auf die der heimliche Headliner Tom Beck zurückgreifen konnte. Der smarte Multiinstrumentalist und Star der TV-Serie „Alarm für Cobra 11“ hatte Songs aus seinem Album „Superficial Animal“ mit im Gepäck. Mit The Black Pony zeigte sich eine weitere Formation, die den Fernsehzuschauern bekannt ist: Trevor Brown (Gitarre & Gesang), Eugen Flittner (Gitarre und Gesang) Drummer Ryan Belitsky und Bassist Kevin Dollerschell bereitete man einen lautstarken Empfang in Iserlohn.

Den Festival-Abschluss bestritt eine Band, die mit Punkrock-Riffs unterlegt ein dynamisches „Wir sind ja schließlich nicht Metallica“ ausrief. Jupiter Jones, die gegenwärtig mit ihrem Song „Still“ in aller Ohren sind, verschafften dem Konzert-Event ein mehr als nur würdiges Finale. Das Come Together 2011 bot für jeden Geschmack genau das Richtige und einmal mehr sorgten die Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Iserlohn und dem DRK für eine gelungene Neuauflage, die Fans aus dem ganzen Märkischen Kreis ins Floriansdorf zog.

Fabian Paffendorf

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