Harmonie im „Garten des Riesen“

Nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch konnten die Kinder überzeugen. Die eigens angefertigten Kostüme rundeten den positiven Gesamteindruck des Märchenspiels ab.
Nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch konnten die Kinder überzeugen. Die eigens angefertigten Kostüme rundeten den positiven Gesamteindruck des Märchenspiels ab.
Foto: Dana Schmies
Die erste Kooperation des Mittelstufenorchesters der Musikschule Iserlohn und der Ev. Kinder- und Jugendkantorei war ein voller Erfolg. Die Dialoge wurden den Akteuren auf den Leib geschrieben.

Iserlohn..  Eine bezaubernde Aufführung bot die Kinder- und Jugendkantorei am vergangenen Samstagabend in Zusammenarbeit mit der Musikschule Iserlohn. Beim „Garten des Riesen“ traten zum ersten Mal die Minis und Maxis der Kantorei gemeinsam mit Streichern des Mittelstufenorchesters auf und präsentierten ein Stück, das für alle sichtbar mit viel Herzblut einstudiert worden war.

Das Märchenspiel ist angelehnt an die Oscar-Wilde-Geschichte „Der eigensinnige Riese“, und der Inhalt ist schnell erklärt: Jeden Nachmittag spielten Kinder in dem wunderschönen Garten eines Riesen, der sein Grundstück vor langer Zeit verlassen hatte. Als er eines Tages wiederkam, verscheuchte er die Kinder, was zur Folge hatte, dass in seinem Garten der ewige Winter Einzug hielt. Am Ende aber schafften es die Kinder, den Riesen zu überzeugen, in den Garten zurückzukehren und den Frühling zurückzuholen.

Instrumentalisten und Sänger professionell

Die Aufführung in der Obersten Stadtkirche hatte dabei einiges zu bieten. Zwischen den Instrumentalisten und den jungen Sängerinnen und Sängern herrschte eine solche musikalische Harmonie, als würden sie täglich zusammen auftreten. Dies war sicherlich auch Kirchenmusikdirektorin Ute Springer und Geigenlehrerin Edyta Pietrasch-Szyszko zuzuschreiben, die das Projekt gemeinsam geleitet hatten.

Während zum Beispiel Kinder der Kantorei den Frost oder Hagel tänzerisch und gesanglich darstellten, steuerten die Geigen die passenden Klänge dazu bei. Unterstützt wurden die Streicher während des gesamten Stückes von Trompeten, Klavier, Blockflöten und Flöten. Die Akustik der Kirche tat ihr Übriges und sorgte für eine tolle Atmosphäre als beispielsweise ein lautstarkes „Wie glücklich wir hier sind“ von der Kantorei gesungen wurde.

Stehende Ovationenwaren der Lohn

Neben dem musikalischen Aspekt überzeugten die Kinder aber auch durch ihre schauspielerischen Leistungen. Eigentlich beinhaltete das Märchenspiel gar keine gesprochenen Anteile, „die Dialoge mussten extra geschrieben werden und wer uns kennt, der wird merken, dass sie uns direkt auf den Leib geschneidert wurden“, erklärte Ute Springer in ihrer kurzen Ansprache. Optisch machten die vielen bunten und individuellen Kostüme eine Menge her. Sie wurden von einem Team von Eltern extra für die Aufführung gestaltet und verwandelten Klein und Groß in echte Märchengestalten. Am Ende der knapp einstündigen Darbietung wurden die Kinder mit langem, stehendem Applaus von Eltern, Freunden und Verwandten in der rappelvollen Kirche belohnt.