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„Hardtrücken“: Grundstück am Radweg soll parzelliert und an Anwohner verkauft werden

07.08.2012 | 17:27 Uhr
„Hardtrücken“: Grundstück am Radweg soll parzelliert und an Anwohner verkauft werden
Hier oben auf dem Hardtrücken hat die Stadt aufgeräumt. Das planierte Grundstück soll nun verkauft werden.

Iserlohn. Als die alte Bahntrasse im Süden Iserlohns in eine Radweg umgewandelt wurde, kamen nicht nur wunderbare und vorher nie gesehene Ansichten einiger markanter Gebäude zutage. Es wurden einige Schandflecke sichtbar, zu denen auch die Fläche auf dem „Hardtrücken“ westlich des Radweges zählt – eine etwa 1900 Quadratmeter große, städtische Fläche hinter den Fachwerkhäusern an der unteren Hardtstraße, die im Laufe der Jahrzehnte immer mehr verwahrloste. Hütten für Taubenzucht und ähnliches wurden illegal errichtet, zuletzt war das Grundstück mit vielen leer stehen den Hütten vermüllt und wurde zum Treffpunkt von Jugendlichen, die dort auch zündelten. Nicht nur aus ästhetischen, sondern in Folge von Nachbarschaftsstreitigkeiten und -beschwerden auch aus baurechtlichen Gründen hat die Stadt diese Fläche nun mit schwerem Gerät freigeräumt. Nun soll das Grundstück parzelliert und an die anliegenden Hausbesitzer zur Vergrößerung ihrer Gärten verkauft werden, wofür es auch schon zahlreiche Interessenten gibt, wie von der Stadt zu erfahren war.

Ursprünglich, so war ebenfalls zu erfahren, sollte dieses kleine Areal Teil der Umgestaltung des gesamten „Hardtrückens“ zu einem öffentlichen Freiraum werden, den die Stadt im Zuge des Projektes „Soziale Stadt/Südliche Innenstadt“ im Frühjahr kommenden Jahres umsetzen will. Das kleine Waldstück auf dem „Hardtrücken“ ist durchzogen von recht stark frequentierten Trampelpfaden. Viele Bewohner des Bereiches rund um den Thomeeskamp nutzen den Waldweg, um zum Radweg zu gelangen. Diese Vorgabe der Bewohner nimmt die Stadt auf und möchte dieses Wegenetz aufwerten. Wie Tabea Rössig vom Quartiersbüro, wo die Pläne auch aushängen, erklärte, sollen die beiden bereits asphaltierten Verbindungen zwischen Lünkerhohl und Hardtstraße im Westen und im Osten des Stückes neu asphaltiert werden. Die übrigen Wege sollen ebenfalls aufgewertet und für die Fußgänger komfortabler gestaltet werden. Dazu soll es Bänke, Nistkästen und Schautafeln zur Flora und Fauna des Waldes geben. Hinter den Häusern an der oberen Hardtstraße soll zudem ein Kleinkinderspielplatz entstehen. Weitere Spiel- oder Freizeitanlagen sind hier wegen des geplanten Waldspielplatzes am Lägersportplatz nicht geplant.

Ursprünglich war die Umsetzung des Teilprojektes „Verbesserung der Nutzbarkeit des Freiraums Hardtstraße“ (unter diesem Titel ist die Maßnahme auch auf der Internetseite www.sozialestadtiserlohn.de zu finden) schon für diesen Herbst geplant. Der noch nicht verabschiedete Landeshaushalt und damit noch nicht erfolgte Auszahlung der Fördermittel hat nun aber zu der Verschiebung auf das kommende Frühjahr geführt. Aus dem gleichen Grund wurde auch die Möblierung des Radweges mit Bänken aufgeschoben.

Ralf Tiemann



Kommentare
07.08.2012
17:41
„Hardtrücken“: Grundstück am Radweg soll parzelliert und an Anwohner verkauft werden
von truckerchen | #1

Radweg? Wie wäre es mal mit einem neuen Begriff? Ich schlage "Hundekackbahn" vor.

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